Der Wunsch nach einem privaten Wellnessbereich im eigenen Zuhause wächst kontinuierlich. Neben klassischen Saunen rückt dabei zunehmend die Infrarotsauna in den Fokus. Sie gilt als platzsparende und technisch vergleichsweise unkomplizierte Lösung. Dennoch erfordert ihre Integration in bestehende Wohnräume eine sorgfältige Planung – insbesondere im Rahmen einer Renovierung oder Modernisierung.
Technischer Unterschied zur klassischen Sauna
Eine Infrarotsauna arbeitet nicht mit extrem hoher Raumtemperatur und Aufgüssen, sondern mit Infrarotstrahlung. Spezielle Strahler erzeugen Wärmewellen, die direkt auf den Körper treffen. Die Raumluft wird dabei nur moderat erwärmt.
Für die Renovierungsplanung bedeutet das:
- geringere bauliche Anforderungen
- kein leistungsstarker Saunaofen
- weniger Feuchtigkeitsbelastung
- niedrigere Anschlussleistung
Dadurch lässt sich eine Sauna einfacher in Bestandsimmobilien integrieren als eine traditionelle Sauna.
Geeignete Standorte im Haus
Im Zuge einer Modernisierung stellt sich zunächst die Frage nach dem geeigneten Standort. Eine Infrarotsauna kann unter anderem in folgenden Bereichen installiert werden:
- Badezimmer
- Keller
- Dachgeschoss
- Hobby- oder Fitnessraum

Wichtig sind ein ebener Untergrund sowie ausreichende Deckenhöhe. Die meisten Modelle benötigen eine Stellfläche von etwa 1 bis 2 Quadratmetern.
Bei Altbauten sollte zusätzlich geprüft werden, ob der Boden tragfähig ist und ob ausreichend Belüftungsmöglichkeiten bestehen.
Stromanschluss und elektrische Voraussetzungen
Ein zentraler Punkt bei der Planung einer Infrarotsauna ist die elektrische Installation. Die meisten Modelle werden über eine 230-Volt-Steckdose betrieben. Die Anschlussleistung liegt in der Regel zwischen 1.500 und 2.500 Watt.
Im Rahmen einer Renovierung empfiehlt es sich:
- die vorhandene Elektroinstallation zu prüfen
- separate Sicherungen vorzusehen
- die Leitungsquerschnitte zu kontrollieren
Gerade in älteren Gebäuden kann eine Modernisierung der Elektrik sinnvoll sein, um eine sichere Nutzung zu gewährleisten.
Anforderungen an Wände und Boden
Im Gegensatz zu einer klassischen Sauna entsteht in einer Infrarotsauna keine extreme Luftfeuchtigkeit. Dennoch sollte der Raum ausreichend belüftet werden.
Geeignete Bodenbeläge sind:
Wände sollten trocken und wärmebeständig sein. In feuchten Kellerräumen empfiehlt sich vorab eine Prüfung auf Schimmel oder Feuchtigkeitsschäden.
Integration in Renovierungsprojekte
Bei umfassenden Umbauten kann die Infrarotsauna frühzeitig in die Raumplanung integriert werden. So lassen sich:
- Stromanschlüsse gezielt setzen
- Lichtkonzepte abstimmen
- Lüftungssysteme einplanen
- optische Übergänge gestalten
Besonders bei Badmodernisierungen bietet sich die Kombination mit einer Ruhezone oder einer bodengleichen Dusche an.
Energieverbrauch und Betriebskosten
Ein Vorteil der Infrarotsauna liegt in ihrem moderaten Energieverbrauch. Da keine hohen Lufttemperaturen aufgebaut werden müssen, bleibt der Strombedarf überschaubar.
Die kurze Aufheizzeit reduziert zusätzlich die Laufdauer. Für Hausbesitzer, die auf Energieeffizienz achten, stellt dies einen relevanten Aspekt dar.
Einbau: Fertigkabine oder Individualanfertigung?
Im Renovierungskontext kommen meist vormontierte Kabinen zum Einsatz. Diese werden modular geliefert und vor Ort zusammengesetzt. Der Aufbau erfolgt in der Regel innerhalb weniger Stunden.
Eine individuell eingebaute Infrarotsauna ist ebenfalls möglich, erfordert jedoch detaillierte Planung und handwerkliches Know-how. Besonders die Integration der Strahler und Steuerungseinheiten muss fachgerecht erfolgen.

Sicherheitsaspekte
Auch wenn die Technik vergleichsweise unkompliziert ist, müssen Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden:
- ausreichende Belüftung
- fachgerechter Stromanschluss
- Einhaltung von Mindestabständen zu Wänden
- geprüfte elektrische Komponenten
Eine korrekt installierte Infrarotsauna arbeitet zuverlässig und sicher.
Kostenüberblick
Die Gesamtkosten setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen:
- Anschaffungspreis
- eventuelle Elektroarbeiten
- bauliche Anpassungen
- Transport und Montage
Im Vergleich zu einer traditionellen Sauna bleibt der finanzielle Aufwand meist geringer, da keine aufwendige Ofeninstallation oder spezielle Dämmmaßnahmen erforderlich sind.
Fazit
Die Infrarotsauna bietet im Rahmen von Renovierungen eine praktikable Möglichkeit, einen privaten Wärmeraum in bestehende Wohnräume zu integrieren. Dank moderater Anschlussleistung, geringer Feuchtigkeitsentwicklung und kompakter Bauweise eignet sie sich besonders für Bestandsimmobilien.
Entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung sind eine sorgfältige Planung, die Überprüfung der Elektroinstallation sowie eine durchdachte Standortwahl. Wer diese Aspekte berücksichtigt, kann eine Infrarotsauna effizient und langfristig in sein Wohnkonzept einbinden – als funktionales Element moderner Wohnraumerneuerung.










