Sandsteinsanierung

Sandstein ist nach wie vor ein beliebter Baustoff. Verschiedene Sandsteinarten kommen vor allem beim Fassadenbau zu Einsatz. Während für tragende Bauteile der feste Quarzsandstein verwendet wird, nutzt man im Innenbereich den weichen Tonsandstein. Sandstein ist ein Sedimentgestein und enthält ca. 50 Prozent Sand in verschiedenen Farben und Körnungen. Dies sorgt für eine elegante und vielfältige Optik. Außerdem ist Sandstein einfach und flexibel zu bearbeiten. Allerdings ist Sandstein ein witterungsempfindliches Baumaterial. Farbveränderungen und Verwitterungen treten relativ schnell auf. Diese kann man aber mit einer Sandsteinsanierung beseitigen. Im Folgenden erfahren Sie, welche Sanierungsmaßnahmen Sandsteine wieder in Form bringen.

sandsteinfassade

Die Vorzüge von Sandstein als Baumaterial

Härte, Abriebfestigkeit und Spaltbarkeit machen Sandstein zu einem beliebten Baumaterial. Beeindruckend sind auch die verschiedenen Farbvarianten dieses Gesteins. Allerdings treten durch Regen, Wind und Tausalze mit der Zeit Risse, Löcher und andere Schäden auf. Wenn der Sandstein dauerhaft den Witterungsbedingungen ausgesetzt ist, wird er zudem porös, und es treten Salzausblühungen auf. Bevor ein Austausch der betreffenden Steine erforderlich wird, sollte eine gründliche Sanierung erfolgen. Insbesondere für Sandsteinfassaden gilt, dass mit der Sanierung nicht zu lange gewartet werden sollte. Schon eine regelmäßige Säuberung der Fassade kann helfen, Schmutz- und Salzablagerungen, die den Stein angreifen, zu beseitigen. Wenn bereits größere Risse aufgetreten sind, müssen die betroffenen Sandsteine aus der Mauer gebrochen und ersetzt werden.

Wann ist eine Sandsteinsanierung erforderlich?

Wie häufig Sandsteinfassaden gereinigt und saniert werden müssen, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Zum einen kommt es auf das Alter und die Qualität des Materials an. Zum anderen ist entscheidend, wie sehr der Standort Wettereinflüssen und Verkehr ausgesetzt ist. Ein langfristiges Ausdunkeln von Sandstein ist durchaus natürlich, während durch Verschmutzung oder Bewuchs ausgelöste Farbveränderungen durch eine Sanierung behoben werden können. So schnell wie möglich sollten auch Risse, Löcher und andere Schäden der Sandsteinoberfläche ausgebessert werden. Es ist wichtig, dafür die richtigen Materialien und Methoden zum Einsatz zu bringen, um ein gutes Sanierungsergebnis zu erzielen. Denn viele Materialien und Methoden, die bei der Sanierung von Ziegelfassaden genutzt werden, würden Sandsteinfassaden schaden.

Sandstein

Sandstein regelmäßig säubern

Sandsteinfassaden sollten regelmäßig gesäubert werden. Auf diese Weise können Sie Ablagerungen von Staub, Schmutz und Moos verhindern. Sie können für die Fassadenreinigung Hochdruck- oder Sandstrahlgeräte zum Einsatz bringen. Allerdings sollte nicht zu viel Wasser verwendet werden. Eine schonendere Reinigung erzielt man mit Sandstrahlgeräten.

Löcher und Risse im Sandstein ausbessern

Bei der Sandsteinsanierung sollten Sie die Wasseraufnahme und das Trocknungsverhalten des Materials berücksichtigen. Damit das Gestein nach Niederschlägen schnell austrocknen kann, sollte auf die Verarbeitung von Haft- und Tiefengrund verzichtet werden. Auch dichter Reparaturmörtel ist nicht geeignet. Stattdessen sollten Sie lieber Kalkmörtel verwenden, der mit Sand angemischt wird. Löcher und Risse können mit dieser Mischung gefüllt und ausgebessert werden. Um einen besseren Halt zu erzielen, kann das Loch mit Edelstahlstiften stabilisiert werden. Verwenden Sie für die Ausbesserung von Schäden Steinteile oder Steinersatzmaterial, die eine ähnliche Festigkeit wie der Sandstein aufweisen.

Schäden durch Salzausblühungen beheben

Auf Sandsteinoberflächen entstehen häufig Schäden durch Salzausblühungen. Nutzen Sie Kompressen oder Opferputz, um den Salzgehalt des Mauerwerks zu mindern. Die Spezialputze absorbieren das überschüssige Salz. Verwenden Sie Reparaturmörtel, um die ausgebesserten Stellen optisch der Steinoberfläche anzupassen. Achten Sie darauf, dass das Ausbesserungsmaterial eine ähnliche Körnung aufweist wie der Sandstein.

Was ist bei der Sandsteinsanierung zu beachten?

Eine rechtzeitige Sanierung rettet nicht nur die Bausubstanz, sondern stell auch die ursprüngliche Optik des Sandsteins wieder her. Um dies zu erreichen, sollten Sie die folgenden Tipps beachten:

  • Verwenden Sie bei der Fassadenreinigung mit Hochdruckgeräten wenig Wasser, oder reinigen Sie die Fassade mit Sand.
  • Verzichten Sie auf Haftgrund, Tiefengrund und dichten Reparaturmörtel, weil sie das Trocknungsverhalten des Sandsteins beeinträchtigen.
  • Verwenden Sie mit Sand angezischten Kalkmörtel in einer passenden Farbe.
  • Nutzen Sie Edelstahlstifte, damit das Sanierungsmaterial in größeren Löchern genügend Halt findet.
  • Im ausgehärteten Zustand sollte das Sanierungsmaterial dieselben Trocknungs- und Festigkeitseigenschaften besitzen wie der Originalstein.
  • Verwenden Sie Oberputze und Kompressen, um Salzausblühungen auf Sandstein zu sanieren.

Mit der rechtzeitigen Reinigung und Sanierung von Sandstein, bringen Sie die ursprüngliche optische Qualität des Baumaterials wieder zum Vorschein. Ablagerungen und Verwitterungsspuren können ebenso zum Verschwinden gebracht werden wie kleinere Löcher und Risse. Auf diese Weise werden Sandsteinfassaden wieder zum Aushängeschild eines Gebäudes.