blitzableiter

Wer die Vorteile eines modernen Blitzableiters in vollem Umfang nutzen möchte, muss diesen zwangsläufig korrekt montieren. Nur so kann auch ein vollumfänglicher Schutz gewährleistet werden. Viele Menschen setzen in diesem Zusammenhang auf die Arbeit von Profis, indem sie den Blitzableiter installieren lassen.

Mit etwas Geschick und verantwortungsvollem Umgang ist es jedoch auch in einigen Fällen möglich, die entsprechenden Vorarbeiten selbst auszuführen.

Die folgende Schritt-für-Schritt Anleitung zeigt, wie.

Zusatz: Bei einer Blitzableiteranlage handelt es sich um ein Konstrukt, das im Ernstfall leben retten kann. Daher sollten die letzten Schritte der Installation immer vom Profi vorgenommen werden. Dieser führt auch eine Endkontrolle durch und belegt durch entsprechende Dokumente, dass die Anlage abgenommen wurde.

Wann darf überhaupt ein Blitzableiter selbst installiert werden?

Ob ein Blitzableiter selbst installiert werden darf oder ob es wichtig ist, dass die Arbeit vom Profi übernommen wird, ist von der Art des Gebäudes abhängig. Oder anders: wurde vorgeschrieben, dass es in jedem Fall einen Blitzableiter an dem jeweiligen Haus braucht, muss dieser in jedem Fall von einem Fachmann installiert werden.

Wer sich dennoch dazu entschließt, die betreffenden Arbeiten als Laie auszuführen, riskiert, dass die Versicherung im Schadensfall nicht zahlt.

Gibt es die besagte Verpflichtung zum Anbringen eines Blitzableiters jedoch nicht, ist es theoretisch möglich, diesen selbst zu fixieren. Wer sich hierzu entscheidet, sollte sich jedoch immer in Erinnerung rufen, dass es sich hierbei um eine verantwortungsvolle Aufgabe handelt, in deren Zusammenhang Fehler schwerwiegende Folgen haben können.

Viele Hausbesitzer entschließen sich mittlerweile dazu, die Vorarbeiten rund um die Installation selbst zu realisieren, die finalen Schritte (und die Endkontrolle) jedoch von einem Profi ausführen zu lassen. Hierbei handelt es sich – gerade im Vergleich zur kompletten Eigeninstallation – definitiv um die sicherere Alternative.

Ohne Blitzableiter wirds teuer

Schritt Nr. 1: die grundlegende Planung

Eine vollständige Blitzschutzanlage besteht aus mehreren Teilen. Wo bzw. welche Art von Blitzableiter nötig ist, sollte immer von einem Fachmann beurteilt werden. Denn: nur so ist es möglich, auch wirklich das komplette Gebäude zu schützen. Ziel ist es immerhin, dass der Blitz – egal, in welchem Bereich er auch einschlagen mag – sicher abgefangen und abgeleitet wird.

Weiterhin gilt es, sicherzustellen, dass die Ableitung den Strom aus dem Blitz korrekt in die Erde führen kann und das dieser nicht (im schlimmsten Fall) abzweigt. Hierzu ist es unter anderem wichtig, darauf zu achten, dass besagte Ableitung die Erde (und das Haus) nicht direkt berührt. Fehler in dieser Konstruktion würden ansonsten dafür sorgen, dass der Strom ins Haus gelangt.

Besonders wichtig: die Erdung

Wer sich für ein System mit einem Fundamenterder entschieden hat, muss an der jeweiligen Stelle ein Loch in die Erde graben, um den Blitzableiter schlussendlich anschließen bzw. korrekt installieren zu können.

Die meisten Systeme basieren jedoch auf einem Revisionsschacht. Dieser bewirkt, dass auch das oben erwähnte Ausgraben entfällt. Im Zusammenhang mit dem Verlegen der Erdringleitung wird einen Graben um das jeweilige Gebäude anzulegen. Danach ist es wichtig, sicherzustellen, das die Leitung des Systems unter (!) der Bodenplatte des jeweiligen Gebäudes liegt.

Aufgrund des enormen Aufwands ist es hierbei selbstverständlich unmöglich, hier noch „von Hand“ vorzugehen. Im Idealfall kann auf einen Bagger gesetzt werden.

Die eigentliche Installation

Besonders wichtig ist es, dass die Installation der Blitzableiteranlage erst dann erfolgt, wenn auch wirklich alle anderen Maler– und Dacharbeiten abgeschlossen wurden.

Im Zuge der Installation sollte selbstverständlich auch der Sicherheitsaspekt während der betreffenden Arbeiten nicht außer Acht gelassen werden. Das bedeutet: die Blitzableiter an kleineren Gebäuden können meist ohne Probleme noch mit Hilfe einer Leiter fixiert werden. Wird das Konstrukt zu unsicher und wackelig, ist es wichtig, frühzeitig auf ein Gerücht umzusteigen.

Im Zusammenhang mit dem Anschluss an die jeweilige Fangeinrichtung und die Realisierung der Erdung empfiehlt es sich immer (!) mit einem Profi zusammenzuarbeiten. Etwaige Fehler können hier ansonsten ernsthafte Folgen haben.

Das bedeutet: Vorarbeiten, wie zum Beispiel:

  • das Graben eines Lochs (im Falle des erwähnten Fundamenterders)
  • das Ausheben des Grabens
  • das Aufstellen eines Gerüsts

können in der Regel problemlos vom Hobby-Handwerker vorgenommen werden. Hierbei handelt es sich sogar oft um eine tolle Möglichkeit, das eigene Budget ein wenig zu schonen. Gerade dann, wenn es jedoch darum geht, die eigentliche Anlage zu installieren, sollte auf die Expertise des Profis gesetzt werden. Hier wäre es definitiv falsch, sich auf die Suche nach Einsparpotenzial zu begeben.

Die Nachkontrolle

Hierbei handelt es sich um einen wichtigen Teil der Blitzableiterinstallation, der dafür sorgt, dass sich die Arbeit des Profis von der des Laien unterscheidet: die Nachkontrolle. Unternehmen, die sich auf die Installation von Blitzableitern fokussiert haben, verfügen über das notwendige Equipment, um das komplette System, nachdem alles fixiert wurde, noch einmal auf seine korrekte Funktion zu überprüfen.

Somit kann sich der Hausbesitzer sicher sein, dass alles seine Ordnung hat und das Gebäude hier optimal geschützt ist. Weiterhin ergeben sich auf dieser Basis auch in der Regel keine Probleme im Zusammenhang mit der Abwicklung eines Schadens über die Versicherung.

Nach der Endkontrolle obliegt es dem Hausbesitzer, ob er sich selbst um die „Beseitigung der (Arbeits-)spuren“ kümmern möchte. Denn: immerhin ist es nun an der Zeit, den ausgegrabenen Bereich wieder aufzufüllen und alles wieder in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen.

Gleichwohl ist es wichtig, sich in Erinnerung zu rufen, dass eine Blitzschutzanlage – egal, ob im gewerblichen oder im privaten Bereich – in regelmäßigen Abständen vom Fachmann kontrolliert werden muss. Welche Zeitabstände hier einzuhalten sind, erklärt das beauftragte Unternehmen.

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