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Industriestaubsauger der Staubklassen L, M und H

Heimwerker und Häuselbauer, die häufig bohren, sägen, schleifen oder hobeln, denken schnell über eine entsprechende Absaugung nach. Die fängt Sägespäne, Bohrmehl oder Schleifstaub auf, bevor damit die ganze Werkstatt oder die halbe Baustelle verdreckt oder vielleicht sogar kontaminiert wird.

Nicht nur das, die Gesundheit des Handwerkers profitiert, wenn nicht er selbst, sondern eben ein entsprechend geeigneter Industriestaubsauger die feinen Partikel einatmet. Beim Stichwort „entsprechend geeignet“ sollte nicht der möglichst billige Preis für den Kauf ausschlaggebend sein. Stattdessen muss der Einsatzzweck des Gerätes und damit die sogenannte Staubklasse im Fokus stehen. Was nützt ein Industriestaubsauger vom Discounter, der maximal Sägespäne verdauen kann, wenn vor allem beim Bohren und Schleifen feinster Staub entsteht und „hinten wieder rauskommt“.

Die Deutsche Industrienorm DIN EN 60335-2-69 regelt seit dem Jahr 2005 die Einteilung von Industriestaubsaugern in drei Staubklassen. Es geht dabei um trockene, gesundheitsgefährliche aber nicht brennbare oder explosive Substanzen. Die Einteilung in die Staubklassen L, M und H richtet sich dabei nach der Partikelgröße und deren Gefährdungspotential.

Die Staubklasse L

Die Staubklasse L ist eher für groben Staub, Späne und nur leicht gesundheitsgefährliche Staubarten gedacht. Vor allem Sägespäne, grober Holzstaub, Gips oder Kalk. Aber auch grobe Metallspäne oder Kunststoffschnipsel wären zu nennen. Die Staubklasse L ist mit einem handelsüblichen Haushaltsstaubsauger vergleichbar und kann als solcher genutzt werden, da er gewöhnlichen Hausstaub auffangen kann. Bei der Entsorgung des gesättigten Filters ist nicht weiter zu beachten, der Filter kann über den Hausmüll entsorgt werden. Ein Industriesauger der Staubklasse L taugt damit schon für viele handwerkliche Einsatzgebiete, bei denen eher grober Staub anfällt und keine Gefahrstoffe bearbeitet werden.

Die Staubklasse M

Bei der Staubklasse M geht es um die Filterung von Staubarten, die eine mittlere Gesundheitsgefährdung bedeuten. Hier reden wir von feinem Holzstaub, feinen Metallstaub beispielsweise von Kupfer oder Mangen. Diese Stäube sind schon sehr „Lungen-gängig“ und deshalb kommt in diesen Geräten eine aufwändigere Filtertechnik zum Einsatz. Oft können diese Filter immer noch über den regulären Hausmüll entsorgt werden, solange keine Gefahrstoffe verarbeitet wurden. Industriesauger der Staubklasse M finden vor allem im gewerblichen Bereich Anwendung. Beispielsweise bei Absauganlagen in einer Schreinerei oder bei Monteuren im Außendienst.

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Die Staubklasse H

Bei der Staubklasse H geht es um stark gesundheitsgefährdende Substanzen und entsprechend feine und feinste Partikelgrößen. Das sind zum einen Staubarten, die mit Keimen oder Krankheitserregern durchseucht sind. Und dann Substanzen, die Krebs erregen können. Hier sind bei den „technischen“ Stäuben vor allem Betonstaub, Bleistaub oder Kobaltstaub und nicht zuletzt Asbeststaub zu nennen.

Eben Staub, der beim Einatmen vor allem die Lunge belasten und entsprechende Krebserkrankungen auslösen kann. Asbeststaub darf aber nur mit einem speziell dafür ausgelegten Staubsauger verarbeitet werden. Bei den „biologischen“ Stäuben ist allen voran Schimmelstaub zu nennen. Bei Geräten der Staubklasse H ist die Entsorgung der Filter an verschiedene Auflagen gebunden. Einen mit Schimmelstaub durchsetzten Filter offen in den Hausmüll zu werfen, wäre kontraproduktiv. Das gleiche gilt für Substanzen wie Asbest.

Industriestaubsauger der Staubklasse H sind im gewerblichen und industriellen Umfeld und außerdem in speziellen Varianten im medizinischen Bereich wie Laboren oder Produktionsstätten zu finden.

Kaufen oder mieten

Die einfacheren Industriestaubsauger der Staubklasse L sind bei Baumärkten und anderen Händlern reichlich und bezahlbar zu bekommen und für grobe Arbeiten beim Handwerken, Bauen und Renovieren ausreichend. Die von der Staubklasse her anspruchsvolleren Geräte sind auch preislich anspruchsvoller. Dafür bieten sie bei entsprechenden Arbeiten deutlich mehr Schutz.

Aber lohnt ein solch teureres Gerät, wenn man es nicht regelmäßig braucht? Es gibt eine Alternative: Der Häuslebauer, der beispielsweise mit einer Mauernutfräse die Schlitze für das Verlegen elektrischer Kabel in die Wände schneiden will, kann einen Industriesauger der Staubklasse H für die Dauer der Arbeiten mieten. Die Diamantsägeblätter der Mauernutfräse erzeugen einen sehr feinen und damit gesundheitlich durchaus nicht ungefährlichen Feinstaub. Viele Werkzeugvermieter bieten oft entsprechende Geräte-Pakete aus Baumaschine und passendem Industriestaubsauger an. Heimwerker und Häuselbauer, die häufig bohren, sägen, schleifen oder hobeln, denken schnell über eine Absaugung nach.

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Die fängt Sägespäne, Bohrmehl oder Schleifstaub auf, bevor damit die Werkstatt oder Baustelle verdreckt oder vielleicht sogar kontaminiert wird. Nicht nur das, die Gesundheit des Handwerkers profitiert, wenn nicht er selbst, sondern eben ein entsprechend geeigneter Industriestaubsauger die feinen Partikel einatmet. Beim Stichwort „entsprechend geeignet“ sollte nicht der möglichst billige Preis für den Kauf ausschlaggebend sein. Stattdessen muss der Einsatzzweck und damit die sogenannte Staubklasse im Fokus stehen. Was nützt ein Industriestaubsauger vom Discounter, der maximal Sägespäne verdauen kann, wenn vor allem beim Bohren und Schleifen feinster Staub entsteht.

Nicht verwechseln

Eine Klarstellung zum Schluss: Die Staubklasse von Industriestaubsaugern darf nicht mit der Filterabstufung von Absauganlagen verwechselt werden. Während Industriestaubsauger der Staubklassen L, M und H darauf ausgelegt sind, Partikel zu erfassen und zu filtern, die auf Oberflächen liegen oder eben von Maschinen über einen direkten Schlauchanschluss abgesaugt werden, verhält es sich bei Absauganlagen anders.

Dieses sind dafür konzipiert, die Partikel zu „erwischen“, die in der Raumluft schweben. Daher können Industriestaubsauger die Partikel nur von Flächen oder via Schlauchanschluss an das Gerät am Ort des Entstehens aufnehmen. Haben sich die Partikel bereits in der Raumluft verteilt, sind die Staubsauger nutzlos.

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