Obwohl Telefonate heute häufig über Mobilfunk oder internetbasierte Dienste geführt werden, ist die klassische Telefondose in vielen Wohnungen und Häusern weiterhin von Bedeutung. Insbesondere bei einem DSL- oder VDSL-Anschluss bildet sie häufig die Verbindung zwischen der ankommenden Kupferleitung und dem Router. Auch bei älteren Telefonanlagen, zusätzlichen Nebenstellen oder einer hausinternen Kommunikationsverkabelung kann eine TAE-Dose weiterhin benötigt werden.
Das Anschließen wirkt zunächst unkompliziert, weil für die Übertragung normalerweise nur zwei Adern erforderlich sind. Dennoch können bereits kleine Fehler dazu führen, dass der Router keine Verbindung aufbaut, das Telefon stumm bleibt oder die Datenrate des Internetanschlusses deutlich sinkt. Lose Kontakte, falsch verwendete Adernpaare und ungeeignete Leitungswege gehören zu den häufigsten Ursachen solcher Störungen.
Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass nicht jede Telefondose im Gebäude dieselbe Funktion besitzt. Die sogenannte erste TAE-Dose kann den offiziellen Netzabschlusspunkt des Telekommunikationsanbieters darstellen. Veränderungen an dieser Dose sollten nicht eigenmächtig vorgenommen werden. Anders sieht es häufig bei nachgeschalteten Dosen aus, die zur privaten Hausinstallation gehören. Vor Beginn der Arbeiten muss deshalb geklärt werden, um welche Anschlussstelle es sich handelt.
Auch wenn Telefonleitungen nicht mit einer gewöhnlichen 230-Volt-Stromleitung vergleichbar sind, dürfen mögliche Spannungen und die Nähe zu elektrischen Installationen nicht unterschätzt werden. Sorgfältiges Arbeiten, geeignetes Werkzeug und eine eindeutige Zuordnung der Leitungen sind daher entscheidend. Bei Unsicherheiten, unübersichtlichen Altbauinstallationen oder Arbeiten an der ersten Anschlussdose ist ein Fachbetrieb die richtige Anlaufstelle.
Welche Aufgabe hat eine Telefondose?
Eine Telefondose stellt eine steckbare Verbindung zwischen der fest verlegten Telekommunikationsleitung und einem Endgerät her. Die in Deutschland verbreitete Ausführung wird als TAE-Dose bezeichnet. TAE steht für Telekommunikations-Anschluss-Einheit.
Bei einem klassischen analogen Anschluss wurde das Telefon unmittelbar in die Dose gesteckt. Bei modernen IP-Anschlüssen befindet sich das Telefon dagegen meist am Router. Die TAE-Dose dient dann vor allem dazu, das DSL-Signal an den Router zu übergeben. Nach Angaben der Bundesnetzagentur wird ein DSL- oder VDSL-Router üblicherweise an einer Telefondose angeschlossen, während bei einem direkten Glasfaseranschluss bis in die Wohnung eine Glasfaser-Anschlussdose verwendet wird.
Die Unterschiede zwischen F-, N- und NFN-Dosen
TAE-Steckplätze besitzen unterschiedliche mechanische Codierungen. Ein mit F gekennzeichneter Anschluss ist traditionell für Fernsprechgeräte vorgesehen. Die Bezeichnung N steht für Nicht-Fernsprechgeräte, zu denen früher beispielsweise Faxgeräte, Modems und Anrufbeantworter gehörten.
Weit verbreitet ist die NFN-Dose mit einem mittleren F-Steckplatz und zwei äußeren N-Steckplätzen. Für einen heutigen DSL-Router wird normalerweise der dafür vorgesehene F-Anschluss beziehungsweise das mitgelieferte Anschlusskabel verwendet. Die genaue Verbindung richtet sich jedoch immer nach den Angaben des Router- und Anschlussanbieters.

Erste TAE und zusätzliche Nebenstelle
Die erste TAE ist die erste Anschlussdose hinter der Leitung des Netzbetreibers. Sie kann einen passiven Prüfabschluss enthalten, über den der Anbieter die Leitung bis zum Netzabschlusspunkt prüfen kann. Das öffentliche Telekommunikationsnetz endet nach § 73 Telekommunikationsgesetz grundsätzlich an einem mit dem Endnutzer vereinbarten passiven Netzabschlusspunkt.
Eine mit „1.“ gekennzeichnete Dose sollte deshalb weder ausgetauscht noch versetzt oder neu verdrahtet werden, ohne dies mit dem Anbieter abzustimmen. Zusätzliche TAE-Dosen innerhalb des Gebäudes gehören dagegen häufig zur privaten Verkabelung. Die genaue Abgrenzung kann im Einzelfall vom Vertrag und von der vorhandenen Installation abhängen.
Welche Anschlüsse befinden sich in einer TAE-Dose?
Auf der Rückseite einer üblichen TAE-Dose befinden sich mehrere Anschlussklemmen. Für eine einfache ankommende Telefon- oder DSL-Leitung werden normalerweise lediglich die Klemmen 1 und 2 benötigt. Sie tragen häufig zusätzlich die Bezeichnungen La und Lb.
Die übrigen Anschlüsse stammen teilweise aus der Zeit analoger Telefontechnik. Sie können für Sonderfunktionen oder für eine weiterführende Leitung vorgesehen sein. Die Beschriftung sollte stets direkt an der verwendeten Dose geprüft werden, da Aufbau und Klemmtechnik je nach Hersteller unterschiedlich ausfallen können.
| Klemme | Übliche Bezeichnung | Typische Funktion |
|---|---|---|
| 1 | La oder a1 | Erste Ader der ankommenden Leitung |
| 2 | Lb oder b1 | Zweite Ader der ankommenden Leitung |
| 3 | W | Früher unter anderem für einen zusätzlichen Wecker |
| 4 | E | Früher unter anderem für Erd- und Steuerfunktionen |
| 5 | b2 | Weiterführende zweite Ader |
| 6 | a2 | Weiterführende erste Ader |
Für den gewöhnlichen Anschluss werden die beiden Adern der ankommenden Leitung an La beziehungsweise Klemme 1 und Lb beziehungsweise Klemme 2 angeschlossen. Herstellerunterlagen weisen Klemme 5 als b2 und Klemme 6 als a2 aus.
Diese Belegung darf nicht mit den Farben einzelner Kabeladern verwechselt werden. Die Aderfarben unterscheiden sich abhängig von Leitungstyp, Installationsalter und ausführendem Betrieb. Eine rote Ader muss deshalb nicht automatisch auf Klemme 1 gehören. Maßgeblich ist das zusammengehörende Adernpaar und dessen bisherige Belegung.
Vorbereitung und geeignetes Werkzeug
Vor der Montage muss zunächst festgestellt werden, ob eine Aufputz- oder Unterputzdose benötigt wird. Eine Aufputzdose wird direkt auf der Wand befestigt und eignet sich besonders für Keller, Abstellräume oder nachträgliche Installationen. Eine Unterputzvariante verschwindet weitgehend in der Wand und fügt sich dadurch unauffälliger in den Raum ein.
Bei einer Unterputzmontage wird eine geeignete Gerätedose benötigt. Ausführliche Hinweise zu Abmessungen, Wandmaterialien und Befestigungsmöglichkeiten liefert der Beitrag über das richtige Setzen von Unterputzdosen. Für Trockenbauwände kommen normalerweise spezielle Hohlwanddosen zum Einsatz. In massivem Mauerwerk werden geeignete Unterputzdosen mit Gips oder einem dafür vorgesehenen Montagematerial befestigt.
Für die Anschlussarbeiten sind ein passender Schraubendreher, ein geeignetes Abisolierwerkzeug, ein Seitenschneider und je nach Dose ein LSA-Auflegewerkzeug erforderlich. Das Abisolieren muss kontrolliert erfolgen, damit die feinen Kupferadern nicht angeritzt oder teilweise durchtrennt werden. Hinweise zu unterschiedlichen Werkzeugausführungen finden sich im Ratgeber zur Auswahl und Anwendung einer Abisolierzange.

Telefondose Schritt für Schritt anschließen
Die folgende Vorgehensweise bezieht sich auf eine zusätzliche TAE-Dose innerhalb der privaten Hausverkabelung. Sie ersetzt keine Arbeiten des Netzbetreibers an der ersten TAE. Vor dem Öffnen werden Router, Telefonanlage und angeschlossene Geräte vom Netz beziehungsweise von der Dose getrennt.
Sind in derselben Gerätedose oder in unmittelbarer Nähe Leitungen der 230-Volt-Installation vorhanden, darf die Arbeit nur mit entsprechender Fachkenntnis erfolgen. Telefon- und Datenleitungen sollten grundsätzlich getrennt von Netzspannungsleitungen geführt werden, um Risiken und Störungen zu vermeiden.
Dose öffnen und Leitung kontrollieren
Zunächst werden Abdeckung und Zentralplatte entfernt. Bei einer vorhandenen Dose ist es sinnvoll, die bisherige Belegung vor dem Lösen der Adern zu dokumentieren. Ein scharfes, gut ausgeleuchtetes Foto kann später helfen, die ursprüngliche Anordnung nachzuvollziehen.
Anschließend wird die Leitung auf sichtbare Schäden geprüft. Gequetschte, stark geknickte oder oxidierte Adern können die Signalübertragung beeinträchtigen. Reicht die vorhandene Leitung nicht bis zur neuen Position, sollte kein beliebiges Stück Kabel angesetzt werden. Zusätzliche Klemmstellen können gerade bei schnellen DSL-Verbindungen die Leitungsqualität verschlechtern.
Kabelmantel vorsichtig entfernen
Der äußere Kabelmantel wird nur so weit entfernt, wie es für die Montage erforderlich ist. Dabei dürfen weder die Isolierung der einzelnen Adern noch die Verdrillung des ausgewählten Adernpaares unnötig beschädigt werden.
Die Verdrillung hilft dabei, elektromagnetische Störungen zu reduzieren. Deshalb sollte das Paar möglichst bis kurz vor die Klemme zusammengedreht bleiben. Besonders bei VDSL-Anschlüssen kann eine unsaubere Verkabelung zu geringerer Geschwindigkeit, häufigen Neuverbindungen oder erhöhten Leitungsfehlern führen.
Zusammengehörendes Adernpaar bestimmen
Für die Verbindung werden zwei Adern benötigt, die innerhalb der Leitung ein gemeinsames Paar bilden. Bei einer bereits angeschlossenen Leitung ergibt sich die Zuordnung aus der vorherigen Dose oder aus der Leitungsdokumentation. Eine Auswahl allein nach Farben ist nicht zuverlässig.
Ist die Herkunft der Adern unbekannt, sollte keine Verbindung durch Ausprobieren hergestellt werden. In diesem Fall ist eine Messung oder Leitungsverfolgung durch eine fachkundige Person erforderlich. Das gilt besonders bei alten Gebäuden, in denen mehrere unbeschriftete Kabel in einer Dose zusammentreffen.
Adern an Klemme 1 und 2 befestigen
Die ankommenden Adern werden an den Klemmen 1 und 2 angeschlossen. Bei Schraubklemmen wird nur die vom Hersteller vorgesehene Länge abisoliert. Blankes Kupfer sollte nach dem Festziehen nicht weit aus der Klemme herausragen.
Die Schrauben werden fest genug angezogen, um einen sicheren Kontakt herzustellen. Zu hoher Druck kann jedoch die Ader beschädigen oder die Klemme verformen. Bei Feder- oder Schneidklemmen ist die Montageanleitung der Dose maßgeblich. Ein LSA-Kontakt wird nicht auf dieselbe Weise vorbereitet wie eine gewöhnliche Schraubklemme.
Weitere Dose korrekt weiterführen
Soll eine nachgeschaltete Dose versorgt werden, wird die weiterführende Leitung bei entsprechend ausgelegten TAE-Dosen über die Anschlüsse 5 und 6 geführt. Die Aderzuordnung muss dabei erhalten bleiben: Der zu Klemme 1 gehörende Leitungsweg wird über a2 beziehungsweise Klemme 6 fortgesetzt, während der zu Klemme 2 gehörende Leitungsweg über b2 beziehungsweise Klemme 5 weiterläuft.
Eine parallele oder mehrfach verzweigte Verkabelung ist für DSL-Anschlüsse meist ungünstig. Nicht genutzte Leitungsäste können Reflexionen und Störungen verursachen. Für eine stabile Internetverbindung ist deshalb häufig eine möglichst kurze, eindeutige Verbindung zwischen dem Netzabschlusspunkt und dem Router vorteilhaft.
Wer im Zuge einer Renovierung eine zusätzliche Telefondose anbringen möchte, sollte den Leitungsweg deshalb bereits vor dem Öffnen der Wand planen. Leerrohre, ausreichende Abstände zu Stromleitungen und eine gut zugängliche Position erleichtern spätere Änderungen. Grundsätzliche Überlegungen zur Verkabelung und zur zukunftssicheren Platzierung von Anschlusspunkten behandelt der Beitrag Elektrotechnik – das Haus sicher planen.
Einsatz befestigen und Verbindung testen
Nach dem Anklemmen werden die Adern ohne scharfe Knicke in die Gerätedose gelegt. Der Einsatz darf die Leitung beim Festschrauben nicht quetschen. Anschließend werden Zentralplatte und Abdeckung montiert.
Erst danach werden Router oder Telefon wieder angeschlossen. Bei einem DSL-Anschluss sollte kontrolliert werden, ob der Router synchronisiert, die Verbindung stabil bleibt und in der Benutzeroberfläche ungewöhnlich viele Leitungsfehler angezeigt werden. Ein bloßes Aufleuchten der DSL-Anzeige beweist noch nicht, dass die Verkabelung optimal ist.
Typische Fehler beim Anschließen
Ein häufiger Fehler ist das Vertrauen auf vermeintlich feste Farbcodes. In der Praxis existieren verschiedene Telefonleitungen und ältere Verkabelungssysteme. Zudem können frühere Umbauten von üblichen Standards abweichen. Die Farbe ersetzt deshalb niemals die eindeutige Identifikation des Adernpaares.
Problematisch sind außerdem zu lange abisolierte Enden. Sie können sich berühren oder beim Einsetzen der Dose gegen metallische Teile geraten. Ebenfalls ungünstig sind lose Schraubverbindungen, angeritzte Kupferadern und unnötig weit aufgedrehte Adernpaare.

Mehrere Dosen parallel schalten
Das parallele Anschließen mehrerer TAE-Dosen erscheint bequem, kann bei DSL jedoch erhebliche Nachteile verursachen. Abzweigende Leitungen wirken unter Umständen wie sogenannte Stichleitungen. Das Signal wird an offenen Leitungsenden reflektiert, wodurch die Verbindung langsamer oder instabil werden kann.
Benötigt ein Gebäude mehrere zuverlässige Datenanschlüsse, ist eine strukturierte Netzwerkverkabelung in vielen Fällen sinnvoller. Statt den DSL-Anschluss auf zahlreiche TAE-Dosen zu verteilen, wird der Router zentral platziert und das Datennetz über Ethernetleitungen aufgebaut. Praktische Informationen enthält der Ratgeber zum Verlegen von Netzwerkkabeln.
Telefonkabel neben Stromleitungen verlegen
Telefon- und Datenleitungen sollten nicht unkontrolliert gemeinsam mit Stromleitungen geführt werden. Neben möglichen Sicherheitsproblemen können elektromagnetische Einflüsse die Signalqualität beeinträchtigen. Kreuzungen lassen sich nicht immer vermeiden, sollten aber möglichst kurz und in geeignetem Winkel ausgeführt werden.
Befinden sich Strom- und Telekommunikationsleitungen gemeinsam in einer Dose oder ist die Trennung der Systeme unklar, sollte ein Elektrofachbetrieb die Situation bewerten. Das gilt besonders für Altbauten mit unbekannter Leitungsführung.
Wann ist eine TAE-Dose heute noch sinnvoll?
Bei einem DSL- oder VDSL-Anschluss über das Kupfernetz bleibt die TAE-Dose relevant, weil sie üblicherweise den Übergang zum Router herstellt. Bei einem echten FTTH-Glasfaseranschluss wird der Router oder ein vorgeschaltetes Glasfasermodem dagegen an einer Glasfaser-Anschlussdose angeschlossen. Die vorhandene TAE kann dann funktionslos werden oder nur noch zur hausinternen Verteilung eines analogen Routersignals dienen.
Eine zusätzliche TAE-Dose ist vor allem dann sinnvoll, wenn ein analoger Ausgang des Routers in einen anderen Raum geführt werden soll oder eine bestehende Telefonanlage weiterverwendet wird. Für Computer, Fernseher, Access Points und andere Netzwerkgeräte ist eine RJ45-Netzwerkdose jedoch normalerweise die bessere und zukunftssicherere Lösung.

Wann sollte ein Fachbetrieb übernehmen?
Arbeiten an der ersten TAE, am Hausübergabepunkt oder an unbekannten Leitungen sollten dem Telekommunikationsanbieter oder einem qualifizierten Fachbetrieb überlassen werden. Gleiches gilt, wenn nach der Veränderung keine DSL-Synchronisation mehr zustande kommt oder die Leitung deutlich schlechtere Werte erreicht.
Fachliche Hilfe ist ebenfalls erforderlich, wenn 230-Volt-Leitungen betroffen sind, Adern nicht eindeutig zugeordnet werden können oder mehrere Wohnungen über denselben Leitungsbereich versorgt werden. In Mietwohnungen sollte zusätzlich geklärt werden, ob die bauliche Veränderung mit dem Eigentümer abgestimmt werden muss.
Fazit: Eine saubere Zweidrahtverbindung entscheidet über die Funktion
Das Anschließen einer zusätzlichen Telefondose ist technisch überschaubar, verlangt aber eine sorgfältige Vorbereitung. Für eine gewöhnliche ankommende Leitung werden im Regelfall lediglich die Klemmen 1 und 2 benötigt. Entscheidend ist, dass ein zusammengehörendes Adernpaar verwendet, die Verdrillung möglichst lange erhalten und jede Verbindung mechanisch sauber ausgeführt wird.
Besondere Vorsicht ist bei der ersten TAE geboten. Sie kann den Netzabschlusspunkt des Anbieters darstellen und einen Prüfabschluss enthalten. Eigenmächtige Veränderungen können nicht nur die Funktion beeinträchtigen, sondern auch die Fehlersuche durch den Anbieter erschweren. Eine zusätzliche Dose innerhalb der privaten Hausverkabelung ist davon zu unterscheiden.
Bei modernen DSL-Anschlüssen wirkt sich die Qualität der Hausverkabelung unmittelbar auf Stabilität und Geschwindigkeit aus. Parallele Leitungsäste, unnötige Verlängerungen und schlecht ausgeführte Klemmstellen können das Signal verschlechtern, obwohl das Telefonkabel äußerlich intakt erscheint. Eine kurze und eindeutig geführte Verbindung zum Router ist daher häufig die beste Lösung.
Im Rahmen einer umfassenden Renovierung sollte außerdem geprüft werden, ob eine zusätzliche TAE-Dose überhaupt noch die passende Technik darstellt. Für die Verteilung von Internet und Netzwerkdiensten sind strukturierte Ethernetleitungen meist leistungsfähiger. Die TAE behält ihre Berechtigung vor allem als Übergabepunkt eines kupferbasierten DSL-Anschlusses oder als Anschluss innerhalb einer analogen Telefonverteilung.
Sicherheit und eindeutige Zuständigkeiten haben Vorrang vor einer schnellen Montage. Bei unbekannten Leitungen, Arbeiten am Netzabschlusspunkt oder einer möglichen Berührung mit der elektrischen Hausinstallation schützt die Beauftragung eines Fachbetriebs vor Störungen, Schäden und unnötigen Folgekosten.
Die wichtigsten Fragen
Die folgenden Antworten fassen zentrale Punkte zum Anschließen und Erweitern einer Telefondose kompakt zusammen.
Welche Adern werden an einer Telefondose angeschlossen?
Für einen gewöhnlichen Telefon- oder DSL-Anschluss werden zwei zusammengehörende Adern benötigt. Sie werden an Klemme 1 beziehungsweise La und an Klemme 2 beziehungsweise Lb angeschlossen. Die Auswahl sollte nicht allein nach der Farbe erfolgen, weil sich Farbcodes je nach Kabeltyp und bestehender Installation unterscheiden.
Darf die erste Telefondose selbst ausgetauscht werden?
Die erste TAE kann den Netzabschlusspunkt des Telekommunikationsanbieters darstellen und einen Prüfabschluss enthalten. Sie sollte deshalb nicht eigenmächtig ausgetauscht, versetzt oder neu verdrahtet werden. Bei Schäden oder Änderungswünschen ist der Anbieter beziehungsweise ein von ihm beauftragter Fachbetrieb zuständig.
Wie wird eine zweite Telefondose angeschlossen?
Eine nachgeschaltete Dose kann bei geeigneten TAE-Dosen über die weiterführenden Klemmen 5 und 6 angebunden werden. Dabei muss die korrekte Zuordnung zu den ankommenden Klemmen 1 und 2 erhalten bleiben. Bei einem DSL-Anschluss sollte jedoch geprüft werden, ob die zusätzliche Leitung die Signalqualität beeinträchtigt.
Kann eine Telefondose parallel angeschlossen werden?
Eine Parallelschaltung kann bei reiner analoger Telefonie grundsätzlich funktionieren, ist bei DSL-Verbindungen jedoch häufig problematisch. Offene oder ungenutzte Leitungsäste können Signalreflexionen verursachen. Eine möglichst direkte Verbindung zwischen erster TAE und Router ist daher meist vorzuziehen.
Wird bei einem Glasfaseranschluss noch eine Telefondose benötigt?
Bei einem FTTH-Anschluss endet die Glasfaser normalerweise an einer Glasfaser-Anschlussdose. Die klassische TAE wird für die Internetverbindung dann nicht benötigt. Analoge Telefone können häufig weiterhin am Router betrieben werden, sofern dieser einen entsprechenden Telefonanschluss besitzt.
Warum funktioniert der DSL-Anschluss nach dem Anklemmen nicht?
Mögliche Ursachen sind vertauschte oder nicht zusammengehörende Adern, lose Klemmen, beschädigte Kupferleiter, eine falsche Weiterführung oder ein zusätzlicher offener Leitungsast. Auch eine Veränderung an der ersten TAE kann die Verbindung beeinträchtigen. Bleibt die Synchronisation aus, sollte die ursprüngliche Belegung geprüft oder ein Fachbetrieb hinzugezogen werden.









