Tipps für einen stressfreien, reibungslosen Einzug

Der Einzug in eine neue Wohnung ist immer mit zahlreichen Aufgaben und bürokratischen Angelegenheiten verbunden, die es zu bewältigen gilt. Damit alles reibungslos ablaufen kann, sollte man die Zeit vor dem Einzug nutzen, um wichtige Angelegenheiten zu klären und sich optimal vorzubereiten.

Was also sollte man in diesem Zusammenhang berücksichtigen?

Den Mietvertrag prüfen

Auch wenn die Freude über eine Zusage groß ist, ohne eine sorgfältige Überprüfung des Mietvertrags sollte dieser keinesfalls unterschrieben werden. Dabei gilt es vor allem darauf zu achten, dass Miete, Nebenkosten und ggf. die Mietkaution korrekt angegeben sind, dass die Quadratmeterzahl stimmt und ob der Vertrag befristet oder auf eine Mindestmietdauer festgelegt ist. Darüber hinaus sollte man den Mietvertrag auf kritische Klauseln überprüfen, die sich beispielsweise auf die Betriebskosten oder die Kündigungsfrist beziehen können.

Bei Unstimmigkeiten oder offenen Fragen, ist es im Zweifel ratsam, sich an deinen Mieterverein zu wenden.

Mietkaution: Sicherheit für den Vermieter

Jeder Vermieter möchte sein Eigentum gegen mögliche Schäden absichern. Zu diesem Zweck, oder auch um nicht Gefahr zu laufen, dass der Mieter seine Miete nicht pünktlich zahlen kann, verlangt er zu Beginn eines Mietverhältnisses eine Mietkaution, in Höhe von bis zu drei Nettokaltmieten. Zwar gibt es in Deutschland keine bindenden gesetzlichen Vorgaben für eine Mietkaution, dennoch wird man in den meisten Fällen nicht um eine solche herumkommen.

Wann und in welcher Höhe eine Mietkaution fällig wird, ist demnach auch nicht gesetzlich geregelt, allerdings ist es üblich, die Kaution einige Wochen vor Mietbeginn auf dem entsprechenden Empfängerkonto zu überweisen.

mietvertrag


Mietkautionsbürgschaft als Alternative

Eine Alternative zur Mietkaution ist die sogenannte Mietkautionsbürgschaft. Dabei fungiert eine dritte Partei, in der Regel eine Bank oder eine Versicherung, als Bürge für den Mieter und übernimmt im Schadensfall bzw. bei einem Mietausfall die Kosten. Diese werden im Anschluss vom Mieter zurückverlangt. So können Mieter auch ohne eine Barkaution in die neue Wohnung einziehen und den gewonnen finanziellen Spielraum für andere Dinge, etwa dem Kauf neuer Möbel oder Haushaltsgeräte nutzen.

Auch für Vermieter ist eine Mietkautionsbürgschaft vorteilhaft. Entsprechende Anbieter prüfen die Bonität von Mietinteressenten und bürgen nicht bei Personen mit negativer Schufa. Zudem wird die jeweilige Summe im Schadensfall schnell und unkompliziert ausgezahlt, etwaige Diskussionen mit säumigen Mietern entfallen dementsprechend.

Die Wohnungsübergabe: Zustand dokumentieren

Etwa eine Woche vor dem Einzug sollte die Wohnungsübergabe stattfinden. In diesem Zusammenhang kann ein Übergabeprotokoll sinnvoll sein, indem der Zustand der Wohnung möglichst detailliert festgehalten wird. Eine solche schriftliche Bestandsaufnahme kann um Fotos von Mängeln, Schäden etc. ergänzt werden, um genauere Aussagen treffen zu können. Mieter profitieren von einem solchen Protokoll, denn bereits vorhandene Mängel müssen nicht von diesen beseitigt werden. Darüber hinaus ist man so auf der sicheren Seite, wenn es darum geht, beweisen zu müssen, dass man selbst nicht Verursacher der Schäden war.

mietkaution

In Deutschland gibt es keine gesetzlichen Bestimmungen in Bezug auf den Zustand einer Wohnung, die ein Vermieter einhalten muss, abgesehen davon, dass sie über einen Strom- und einen Wasseranschluss verfügen muss. Sofern im Mietvertrag nichts anderes festgehalten wird, kann eine Wohnung prinzipiell auch unrenoviert vermietet werden. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, relevante Zählerstände zu dokumentieren, bzw. abzufotografieren.

Finanzierung überprüfen

Der Einzug in eine neue Wohnung ist immer auch mit Ausgaben verbunden. Neben den reinen Umzugs- und Renovierungskosten und der Mietkaution ist es in vielen Fällen auch notwendig, neue Möbel oder Haushaltsgeräte anzuschaffen. Weiterhin dürfen auch Kosten für eine mögliche Ummeldung beim Bürgeramt, sowie die Kosten für Telefon, Strom und Internet nicht vergessen werden.

Sofern man zum ersten Mal in eine eigene Wohnung zieht, sollten zudem etwaige Versicherungen, allen voran eine Hausratversicherung bei der Finanzierung berücksichtigt werden. 

Nach dem Einzug

Nach dem Einzug gilt es, den neuen Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt anzugeben. Neben einem gültigen Ausweis ist dazu eine schriftliche Bestätigung des Vermieters notwendig (Wohnungsgeberbestätigung). Wichtig ist, dass die Meldung innerhalb von 14 Tagen nach dem Einzug stattfindet. Sofern ein Auto vorhanden ist, muss auch dieses bei der zuständigen Zulassungsstelle umgemeldet werden.

Um zu gewährleisten, dass zukünftig auch alle Briefe an die neue Adresse geliefert werden, sollten darüber hinaus weitere Behörden, Ämter und Co. (Krankenkasse, Finanzamt, Bank, Versicherungen etc.) über den Adresswechsel informiert werden. Gegebenenfalls ist es zudem sinnvoll, einen Nachsendeauftrag bei der Post zu stellen, um Missverständnisse in der Übergangszeit zu vermeiden.

Wer die genannten Aspekte beim Einzug rechtzeitig berücksichtigt, kann sicherstellen, dass der Einzug in die neuen vier Wände reibungslos und ohne Stress ablaufen kann.

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