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Alte Tapeten entfernen – So klappt es leichter

Es gibt vielerlei Gründe, weshalb eine alte Tapete möglicherweise entfernt werden sollte. Besonders oft ist ein Umzug dafür verantwortlich, dass ein Zimmer diese Art von „Neuanstrich“ braucht. Oft wird vorgegeben, dass die alte Wohnung auf „Null“ gesetzt werden muss. Immerhin ist es wichtig, dass sich der neue Mieter oder Eigentümer wohlfühlt und sich auf neutraler Basis so einrichten kann, wie es am besten zum eigenen Geschmack passt.

In vielen Fällen geht es jedoch nur darum, die eigenen vier Wände einer klassischen Renovierung zu unterziehen, um beispielsweise den Wohnkomfort zu steigern.

Wer schon einmal Tapete von den Wänden entfernen musste, weiß, dass dies nicht immer ein einfaches Unterfangen ist. Es gibt jedoch einige nützliche Tipps, die dabei helfen können, die „Spuren der Vergangenheit“ einfach und stressfrei zu entfernen.

Nicht immer kann direkt auf einen professionellen Tapetenlöser aus dem Baumarkt zurückgegriffen werden,… aber: dieser ist auch nicht immer zwingend notwendig! Manchmal reichen einfache Hausmittel aus, um die entsprechenden Arbeiten auszuführen.

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Variante Nr. 1: Tapeten einfach mit Hausmitteln ablösen

Es gibt durchaus einige nützliche Hausmittel, die dabei helfen können, die Tapete leichter von den Wänden abzulösen. Je nachdem, um welche Tapetenart es sich handelt, muss eine andere Vorgehensweise gewählt werden.

Schaber, Spachtel, Tapetenigel und ähnliches Werkzeug sollten bereit liegen, um die entsprechenden Arbeiten möglichst komfortabel bewerkstelligen zu können. Die folgenden Hilfsmittel sind zumindest einen Versuch wert, wenn es darum geht, auf Alternativen zum Tapetenlöser zurückzugreifen.

Essig

Essig in Kombination mit Wasser bildet ein ideales Lösungsmittel für veralteten Tapetenkleister. Die Mixtur ist leicht angesetzt und besteht zu 50% aus Wasser und zu 50 % aus Essig. Auf einen Liter Wasser kommt dementsprechend hierbei ein Liter Essig. Das Gemisch wird anschließend mit einem Farbroller auf die zu entfernende Tapete aufgetragen. Danach sollte sich diese einfacher und besser abziehen lassen.

Spülmittel

Spülmittel und Wasser eignen sich ebenfalls zur Entfernung der Wandtapeten. Hierbei gilt: je mehr Schaum entsteht, umso besser. Denn: dieser haftet gut auf der Tapete, so dass sie sich mit dem Wasser vollsaugen kann. Dadurch können die entsprechenden Stücke meist leichter von der Wand gelöst werden. Zum Auftragen eignet sich entweder eine schaumbildende Sprühflasche oder ein handelsüblicher Spülschwamm.

Tapetenigel
Tapetenigel

Waschmittel

In Waschmittel sind Tenside enthalten. Diese sind dazu in der Lage, die Oberflächenspannung von Wasser herabzusetzen. Dadurch kann das Wasser durch die Tapete bis tief in den Kleister eindringen. Und genau das sorgt ebenfalls dafür, dass sich die Verbindung löst. Am einfachsten ist es, das Gemisch mit einem Schwamm aufzutragen.

Glasreiniger

Glasreiniger ist ebenfalls dazu in der Lage, Kleister „aufzulösen“. Auch diese Flüssigkeit kann direkt auf die Tapete gesprüht werden. Diese Variante kann jedoch etwas kostspieliger sein, da es vergleichsweise viel Glasreiniger braucht, um einen entsprechenden Effekt zu erzielen. Für größere Flächen ist dieses Hausmittel daher nicht geeignet.

Weichspüler

Der Weichspüler wird im Verhältnis 1:1 mit Wasser vermischt und mit einer Sprühflasche oder einer Farbrolle auf die Tapete aufgetragen. Das Wasser kann durch den Weichspüler auch hier wieder tief in den Kleister eindringen.

Tapeten mit Wasserdampf ablösen

Viele nutzen unter anderem auch ein Wasserdampfgerät, um alte Tapetenreste zu entfernen und eine verlässliche Grundlage für die neue Wandgestaltung zu schaffen. Viele Baumärkte bieten an, sich diese Geräte ganz einfach auszuleihen.


Achtung! Wände aus Gips dürfen nicht mit einem solchen Gerät behandelt werden, da sonst die gesamte Wand beschädigt werden kann. Zudem sollte hierbei auch auf scharfes Werkzeug, wie zum Beispiel Spachtel oder Tapetenigel, verzichtet werden, da Gips generell sehr empfindlich ist.


Variante Nr. 2: Tapetenlöser

Im Baumarkt wird Tapetenlöser von verschiedenen Herstellern angeboten. Hierbei handelt es sich meist um die letzte Lösung, wenn die oben erwähnten Hausmittel nicht funktioniert haben. Tapetenlöser sind – im Gegensatz zu den besagten Hausmitteln – weniger umweltfreundlich. Wer seinen ökologischen Fußabdruck etwas verkleinern möchte, sollte daher in jedem Fall zunächst auf Alternativen setzen.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Tapetenlösern im Baumarkt. Interessenten haben hier die Wahl zwischen fertigen Mischungen und dem Einsatz von Tapetenlösegeräten. Beide Varianten sind sehr effektiv.

Ideale Methoden, angepasst an verschiedene Tapetentypen

Der Markt bietet eine unglaublich große Bandbreite an unterschiedlichen Tapetentypen. Besonders beliebt ist in diesem Zusammenhang die klassische Raufasertapete, aber immer öfter kommen auch Vinyltapeten zum Einsatz. Für beide Tapetentypen gibt es eine ideale Möglichkeit, um sie von den Wänden zu entfernen. Wer weiß, welche Art von Tapete er vor sich hat, kann die passenden Vorbereitungen treffen, um stressfrei zu renovieren.

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Raufasertapete entfernen

Wie gut sich eine alte Raufasertapete entfernen lässt, hängt von mehreren Faktoren ab. Unter anderem kommt es beispielsweise darauf an, wie lange die Tapete bereits hängt und welcher Kleister benutzt wurde.

Ein einfacher Test kann Aufschluss darüber geben, ob sich die Raufasertapete leicht von der Wand entfernen lässt. Hierzu muss einfach ein kleiner Teil der Tapete mit Wasser eingestrichen werden. Wird die Stelle nach kurzer Zeit dunkel, müsste sich auch die Tapete leicht entfernen lassen. Falls die Stelle hell bleibt, muss auf jeden Fall ein Hausmittel oder professioneller Tapetenlöser zum Einsatz kommen.

Vinyltapeten entfernen

Vinyltapeten haben die besondere Eigenschaft, dass sie wasserundurchlässig sind. Deshalb reicht das bloße Auftragen von Lösungsmitteln nicht aus, um den Kleister zu „durchbrechen“. Im ersten Schritt ist es daher wichtig, die Tapete wasserdurchlässig zu machen. Dazu eignen sich Geräte, wie beispielsweise ein Tapetenigel. Dieser sollte in jedem Fall behutsam verwendet werden, um die Wand nicht zu beschädigen.

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Das Entfernen mehrerer Tapetenschichten

Oftmals entscheiden sich Vormieter dafür, neue Tapete einfach über der vorhandenen Tapetenschicht anzubringen. Das hat zur Folge, dass „eine Schicht“ hin und wieder beispielsweise aus sechs und mehr Schichten bestehen kann. Wer sich Stress und Ärger ersparen möchte, geht wie folgt vor:

  1. Tapetenlöser oder eines der Hausmittel mit Wasser und Tapetenkleister anmischen. Der Tapetenkleister sorgt für eine zähflüssige Konsistenz, die besser auf der Tapete haften bleibt. Dadurch kann das Wasser tief in die Tapetenschichten eindringen.
  2. Der erste Vorgang muss eventuell noch einmal wiederholt werden. Doch nun sollte die Tapete mit einer Malerfolie komplett abgedeckt sein. So bleibt die Feuchtigkeit in der Tapete und kann nicht über die Raumluft entweichen. Die optimale Einwirkzeit hängt davon ab, wie viele Schichten Tapete sich an der Wand befinden.

Die gute Nachricht ist jedoch: Auch das Entfernen mehrerer Tapetenschichten muss nicht aufwendig sein. Wer weiß, wie er die Lage vor Ort einschätzen muss und gleichzeitig über das Hintergrundwissen verfügt, das es braucht, um möglichst sauber und effektiv zu arbeiten, kann sich meist schnell über neues Flair in seinen Wohnräumen freuen.

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