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Einfahrt pflastern (Teil 2) – Die Schritt für Schritt Anleitung

Nachdem wir Ihnen im ersten Teil dieser kleinen Serie aufgezeigt haben, welche Möglichkeiten Ihnen beim Pflastern Ihrer Einfahrt grundsätzlich zur Verfügung stehen, möchten wir uns in Teil 2 mit einer eingehenden Schritt für Schritt Anleitung befassen.

Wer sich hier ein wenig Zeit nimmt, um die einzelnen Schritte sauber zu planen und danach auszuführen, kann von einem überzeugenden Endergebnis profitieren.

Doch was sollte beim Einfahrt Pflastern eigentlich beachtet werden? Wo liegen mögliche Risiken? Uns welche Schritte sind existenziell wichtig, um ein stabiles Ergebnis zu schaffen?

Die folgende Schritt für Schritt Anleitung hilft mit Hinblick auf Antworten zu diesen und weiteren Fragen weiter.

steine-berechnen

Grundsätzliches: wie viele Steine werden eigentlich benötigt?

Wie bereits angedeutet, ist es wichtig, das Pflastern der Einfahrt im Vorfeld ein wenig zu planen. Eine grundlegende Frage, die hier über allem steht, ist: „Wie viele Steine brauche ich eigentlich, um meine Einfahrt komplett zu pflastern?“.

Hier kann eine Skizze weiterhelfen. Berechnen Sie die Grundfläche, berücksichtigen Sie das Verlegemuster (s. Teil 1), für das Sie sich entschieden haben und bringen Sie so auf der Basis von einfacher Mathematik in Erfahrung, wie hoch Ihr Bedarf an Steinen in der jeweiligen Größe ist.

Besonders wichtig: vergessen Sie in diesem Zusammenhang nicht, die Breite der Fugen zwischen den einzelnen Pflastersteinen zu berücksichtigen! Um den „Verschnitt“ zu reduzieren, ist es zudem sinnvoll, auch die Position der Steine, die sich im Bereich der Ecken befinden, zu planen.

Schritt Nr. 1: Heben Sie die Einfahrt aus

Im ersten Schritt ist es selbstverständlich wichtig, den Bereich, in dem die Einfahrt entstehen soll, auszuheben. Hierzu benötigen Sie eine Schaufel, mehrere Stangen aus Eisen, eine Schnur und einen Rüttler.

einfahrt-ausheben

Nun entfernen Sie den Boden solange, bis Sie den tragfähigen Untergrund erreichen. Je nach Bodenbeschaffenheit kann es sich hierbei um eine mehr oder weniger schweißtreibende Aktion handeln.

Wurde der Boden soweit entfernt, können Sie auch schon die Eisenstangen im Bereich der Einfahrtfläche einstecken. Dort, wo sich bei der fertigen Einfahrt die Kantensteine befinden werden, kann nun die Schnur zwischen den besagten Stangen gespannt werden.

Danach können Sie auch schon den Boden ausheben. In der Regel ist hier eine Tiefe von circa einem halben Meter ausreichend.


Zusatztipp:

Bei der Verwendung von Spots empfiehlt sich eine grobe Einschätzung der Lichtwirkung mittels Teelicht-Probe. Diese werden einfach da positioniert, wo man es wünscht. Gefällt der Standort, können dort die richtigen Sport befestigt werden. So lassen sich die geeigneten Standorte herausfinden, ohne die Wand unnötig oft zu löchern.


Wurden alle Arbeiten verrichtet, ist es auch schon an der Zeit, den Unterboden abzurütteln.

Schritt Nr. 2: Schaffen Sie die „perfekte“ Basis für Ihre Einfahrt!

Damit Sie über einen langen Zeitraum hinweg Freude an Ihrer selbstgebauten Einfahrt haben, ist es wichtig, auf einen qualitativ überzeugenden Unterbau setzen zu können. Dieser besteht im Idealfall aus zwei verschiedenen Schichten. Diese Schichten unterscheiden sich mit Hinblick auf ihre Konsistenz voneinander.

Das bedeutet: die untere Schicht ist grob (Schotter) und wird in Richtung Oberfläche (Splitt) immer feiner. Tragen Sie den Schotter mit einer Höhe von circa 20 Zentimetern auf dem ausgehobenen Boden auf. Ungefähr in der gleichen Höhe wird dann die obere Schicht (inklusive der Steine) aufgebracht werden.

Achtung: bitte immer wieder darauf achten, dass das oben erwähnte Gefälle zum Ablaufen des Regenwassers gewahrt werden muss. Um hier für ein ebenes Bild zu sorgen, lohnt es sich, auf einen einfachen Rechen zu setzen. Mit dessen Hilfe kann hier ganz unkompliziert nachjustiert werden.

Schritt Nr. 3: das Fixieren der Kantensteine

Um die Einfahrt möglichst stabil werden zu lassen, braucht es selbstverständlich auch die (ebenfalls oben erwähnten) Kantensteine. Als Richtwert für deren genaue Position gelten hier die gespannten Schnüre. Da diese dementsprechend eine besonders wichtige Rolle spielen, ist es wichtig, diese vor dem finalen Einsetzen und Fixieren der Kantensteine noch ein letztes Mal zu überprüfen.

Weitere Werkzeuge und Utensilien, die Sie nun zur Hand haben sollten, sind:

  • Beton bzw. Magerbeton
  • eine Kelle und eine Schaufen
  • ein Zollstock und eine Wasserwaage
  • ein Gummihammer.
randstein setzen

Nun kann es auch schon losgehen: fixieren Sie die Kantensteine mit dem angerührten Magerbeton und stellen Sie sicher, dass diese sich in der richtigen Position befinden (an dieser Stelle hilft übrigens die Wasserwaage weiter). Nutzen Sie den Gummihammer, um die Steine noch besser zu fixieren. Mit Hilfe von zusätzlichem Magerbeton können die Kantensteine noch besser gestützt werden.

Danach braucht es ein wenig Geduld. Warten Sie ein paar Tage, bis sich alles gefestigt hat und setzen Sie erst dann Ihre Arbeit fort.

Schritt Nr. 4: das Einfüllen des Schotters

Nachdem die Masse getrocknet ist und die Steine sicher stehen, ist es an der Zeit, den Schotter einzufüllen. Danach kann alles mit dem Rüttler verdichtet werden.

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Damit Sie Ihre Einfahrt dann jedoch schlussendlich mit den Pflastersteinen versehen können, muss erst noch das Splittbett angelegt werden. Dieses wird mit Brechsand vermischt und sollte circa vier bis sechs Zentimeter hoch sein. Das Splittbett stellt sicher, dass sich die Pflastersteine auch unter größerer Belastung nicht vom Fleck bewegen.

Achten Sie jedoch in jedem Falle darauf, dass Sie den Splitt gleichmäßig über zwei Metallrohre verteilen, um eine ebene Basis für Ihre weiteren Arbeiten zu schaffen.

Nun kommt erneut die bereits oben genutzte Schnur zum Einsatz: Nutzen Sie sie, um die Höhe der endgültigen Oberfläche (inklusive Pflastersteine) zu markieren. Beachten Sie in diesem Zusammenhang jedoch auch, dass die Pflastersteine, wenn sie schlussendlich verlegt wurden, immer noch ein wenig absacken werden.

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Schritt Nr. 5: das Steine Verlegen

Der Untergrund wurde vorbereitet! Nun ist es an der Zeit, die Pflastersteine im Einfahrtsbereich zu verlegen. Wer jedoch im Rahmen der ersten Schritte keine Kompromisse eingegangen ist, dürfte auch jetzt nicht mit allzu großen Herausforderungen konfrontiert werden.

Auch in Schritt Nummer 5 kommen nun zunächst wieder die Schnüre zum Einsatz. Diese müssen nun zusätzlich jeweils im 90° Winkel über das komplette Areal der Einfahrt gespannt werden. Hier dienen sie – weitestgehend unabhängig davon, für welches Muster Sie sich entschieden haben – als praktischer Richtwert.

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Setzen Sie nun die Pflastersteine im jeweils gewünschten Muster ein. Sollte sich an der ein oder andere Stelle mehr Widerstand zeigen, kann auch mit dem oben bereits erwähnten Gummihammer nachgeholfen werden. Doch Vorsicht! Die Steine sollten in ihrer Position nicht zu tief eingedrückt werden.

Schritt Nr. 6: das Zuschneiden

Nur in den seltensten Fällen passen Pflastersteine tatsächlich zu 100 % auch in den Ecken. Daher ist es meist nötig, die Steine auf die richtige Größe zuzuschneiden.

steine-schneiden

Schritt Nr. 7: die „Nacharbeiten“

Fertig! Der Unterboden ist stabil, die Steine eingesetzt! Nun ist es lediglich noch wichtig, sich mit den Feinarbeiten rund um das Einfahrt Pflastern auseinanderzusetzen. Doch was bedeutet dies eigentlich?

Grundsätzlich ist mit „Nacharbeiten“ gemeint, dass die Fugen noch ein wenig Unterstützung gebrauchen können, wenn es darum geht, dafür zu sorgen, dass das Endergebnis nicht nur gut aussieht, sondern auch über Jahre hinweg stabil sein kann.

fugensplitt

Sollte hier im Rahmen der Arbeiten noch etwas Fugensplitt übriggeblieben sein, kann dieser dazu verwendet werden, den Bereich der Fugen noch etwas auszukleiden. Wer keinen Fugensplitt mehr hat, kann auch zu Sand greifen.

Wer seine Fugen auf diese Weise unterstützt hat, kann sich nun auch an den letzten Schritt, das Rütteln, wagen. Da hier jedoch kein Untergrund, sondern tatsächlich die Steine gerüttelt werden, müssen diese natürlich geschützt werden. Ansonsten entstehen schnell unschöne Kratzer auf der betreffenden Oberfläche. Die meisten Rüttler sind mit Hinblick auf solche Einsatzbereiche mit einem Zusatzelement aus Gummi ausgestattet. Dieses vermeidet einen direkten Kontakt mit dem Boden.

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Im letzten Schritt ist es ratsam, die Fugen noch einmal mit Splitt (oder Sand) zu füllen, um sich dann über das Ergebnis eines ganz besonderen DIY Projektes freuen zu können.

Teile wenn es Dir gefällt!

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