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Fliesenfugen reinigen – welche Mittel helfen?

Egal, wie kunstvoll die Fliesen – zum Beispiel im Bad – auch gestaltet sein mögen: wenn die Fugen ungepflegt in Erscheinung treten, haben sie nicht die Chance, sich im rechten Licht zu präsentieren. Wer sich ein wenig Mühe macht, sich mit den verschiedenen Möglichkeiten rund ums Fugen Reinigen zu befassen, stellt schnell fest, dass es unterschiedliche Herangehensweisen zu geben scheint.

Von modernen, speziellen Reinigern bis hin zu Omas Backpulver ist hier so gut wie alles vertreten. Aber was sollte beim Fugen Reinigen eigentlich grundsätzlich beachtet werden? Und gibt es Tricks, die eventuell etwas besser funktionieren als andere?

Die folgende Übersicht soll dabei helfen, wieder für ein gepflegtes Erscheinungsbild in Bad, Küche und Co. zu sorgen.

Wie entstehen eigentlich schmutzige Fugen?

Wie so oft gilt natürlich auch mit Hinblick auf das Reinigen von Fugen, dass es selbstverständlich besser ist, vorzubeugen und die entsprechenden Bereiche somit erst überhaupt nicht schmutzig werden zu lassen.

schmutzige Fugen

Leider lässt es sich in der Regel jedoch nicht vermeiden, dass sich unter anderem Schmutzpartikel festsetzen. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass es sich bei Räumen, in denen Fliesen verlegt werden, meist um Räume handelt, in denen eine vergleichsweise hohe Luftfeuchtigkeit vorherrscht. Vermischt sich die Feuchtigkeit in der Luft mit dem Schmutz, entsteht genau die Atmosphäre, die es braucht, um eine „ideale“ Basis für eine Fugenverschmutzung zu schaffen.

Daher erklärt es sich von selbst, weshalb Fugen in der Regel früher oder später zwangsläufig nicht mehr wie neu aussehen.

Leicht verschmutzte Fliesen bedeuten daher nicht, dass ein Mangel an Hygiene im betreffenden Bereich vorherrschen würde. Damit die Reinigung jedoch nicht allzu viel Zeit und Mühe in Anspruch nimmt, ist es sinnvoll, das direkte Reinigen der Fugen möglichst regelmäßig in Angriff zu nehmen.

Backpulver oder Natron

Hierbei handelt es sich um einen klassischen Haushaltstipp aus Omas Repertoire. Backpulver und Natron können unter anderem problemlos zum Reinigen von Fugen genutzt werden. Die „Zutaten“ sind nicht teuer und in den meisten Fällen sehr effektiv.

Im ersten Schritt wird das Backpulver bzw. das Natron mit etwas Wasser vermischt. Wichtig! Nicht zu viel Wasser zufügen. Ziel sollte es sein, einen Brei anzurühren, um diesen dann auf den betreffenden Stellen verteilen zu können. Am besten gelingt dies mit Hilfe einer Zahnbürste. So kann die Masse auch „ganz nebenbei“ gleich noch „einmassiert“ werden.

Fugen reinigen mit Backpulver

Je nach Verschmutzungsgrad ist es wichtig, dass das Backpulver bzw. das Natron mindestens eine Stunde einwirkt und dann erst abgenommen wird. Mit klarem Wasser abspülen, fertig!

Scheuermilch

Scheuermilch eignet sich super dazu, um hartnäckige Verschmutzungen in den unterschiedlichsten Bereichen des Haushalts zu entfernen. Weshalb sollte genau das nicht auch im Bereich der Fugen funktionieren?

Das Problem ist, dass die kleinen Partikel, die sich in der Scheuermilch befinden, durchaus auch dazu in der Lage sind, die Fugen selbst anzugreifen. Gerade dann, wenn regelmäßig auf Scheuermilch gesetzt wird, beginnen die Fugen manchmal, zu bröckeln. Eine hohe Luftfeuchtigkeit und Schmutz können dann noch einfacher eindringen und nachhaltige Schäden verursachen.

Hier ist es sinnvoll, sich – gerade auf lange Sicht – auf die Suche nach Alternativen zu begeben.

Spezielle Reiniger

Auch wenn es sich bei vielen Hausmitteln um wirkungsvolle Tricks handelt, verschmutzten Fugen den Kampf anzusagen, ist es durchaus möglich, dass – je nach Verschmutzungsgrad – härtere Geschütze aufgefahren werden müssen.

In diesem Fall besteht immer noch die Option, auf spezielle Reiniger zu setzen. In diesen ist in der Regel immer Chemie enthalten. Daher ist es wichtig, immer entsprechend der Herstellerangaben vorzugehen und Handschuhe zu tragen. Spätestens jetzt sollten sich jedoch alle Reste von Schmutz und Co. entfernen lassen.

Fugen mit Soda reinigen

Soda

Soda im Mix mit Wasser ist ein echter „Allrounder“, wenn es darum geht, Fugen wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Das Besondere: besagter Mix ist alkalisch und kann dementsprechend unter anderem sogar oft gegen Schimmel eingesetzt werden.

Wie im Zusammenhang mit Natron und Backpulver gilt auch hier, dass die Masse (Mischverhältnis am besten 3 : 1) mit einer Zahnbürste einmassiert werden kann. Die Einwirkzeit ist mit circa 30 Minuten (bei normalen Verschmutzungen) vergleichsweise kurz. Danach können die Reste mit einem Lappen und klarem Wasser entfernt werden.

Vorsicht! Soda kann Haut und Augen reizen! Daher unbedingt Handschuhe tragen und den Kontakt mit den Schleimhäuten meiden!

Schmutzradierer

Schmutzradierer

Schmutzradierer eignen sich besonders gut dazu, um punktuelle Verschmutzungen zu entfernen. Wie der Name schon sagt, wird der Schmutz hier tatsächlich komplett wegradiert.

Je nachdem, wie intensiv die betreffenden Verschmutzungen sind, kann es sein, dass es nötig wird, mehr als nur einmal zu radieren. Die meisten Schmutzradierer müssen vor der Anwendung leicht mit Wasser befeuchtet werden. Danach kann es auch schon losgehen.

Zusatztipp: Auch wenn die meisten Schmutzradierer schonend zu den betreffenden Oberflächen sind, ist es sinnvoll, vorher kurz anzutesten, ob sich durch ihre Verwendung die Farbe der Fugen verändert. Einfach an einer wenig-sichtbaren Stelle checken!

Wachs

Hierbei handelt es sich weniger um einen Tipp zur Fugenreinigung als vielmehr um einen Tipp zur Fugenpflege. Denn: nachdem die betreffenden Bereiche – zum Beispiel mit einem der erwähnten Hausmittel gereinigt wurden, können diese ganz einfach mit etwas Wachs „versiegelt“ werden. Hierzu wird das Ende einer Kerze an den bzw. durch die Fugen gezogen. Das Wachs verteilt sich hier nahezu unsichtbar und bildet so eine Barriere zwischen der hohen Luftfeuchtigkeit und der Wand.

Wasserdampf/ Dampfreiniger

Der besondere Vorteil von Wasserdampf bzw. Dampfreinigern bei der Fugenreinigung liegt unter anderem darin, dass es hierzu weder Reiniger noch „Chemiekeulen“ braucht. Aufgrund der hohen Temperaturen sterben auch viele Bakterien ab.

Hier treffen dementsprechend ein hohes Maß an Hygiene und eine ansprechende Optik aufeinander.  Sollten die Verschmutzungen besonders stark sein, kann es sinnvoll sein, sich für entsprechend angepasste Aufsätze zu entscheiden und den Druck zu erhöhen.

Klarspüler

Leichte Verschmutzungen im Bereich der Fugen lassen sich oft mit ein wenig Klarspüler entfernen. Einfach ein wenig Flüssigkeit auf eine alte Zahnbürste auftragen und – wie auch im Zusammenhang mit der Reinigung mit Hilfe von Backpulver und Co. – einmassieren.

Keinen Klarspüler zur Hand? Kein Problem! Als Alternative eignet sich oft auch Shampoo. Hier sollten die betreffenden Verschmutzungen allerdings tatsächlich nicht allzu stark sein.

Nagellackentferner

Zugegeben: diese Technik ist weniger für empfindliche Nasen geeignet, dafür jedoch meist sehr effektiv! Einfach ein wenig Nagellackentferner auf einem Wattepad verteilen und die Fugen reinigen. Manchmal braucht es mindestens zwei Anläufe, bis wirklich alles entfernt wurde.

Spätestens dann, wenn sich Nagellackentferner jedoch als „zu schwach“ erweist, sollte über den Einsatz eines speziellen Fugenreinigers nachgedacht werden.

Bio oder Chemie? Was ist besser?

Wer die Umwelt schützen möchte, nutzt in der Regel – und nicht nur im Zusammenhang mit einer effektiven Fugenreinigung – zunächst natürliche Hausmittel. Leider stellt sich in einigen Fällen heraus, dass genau das nicht immer ausreicht.

Gerade dann, wenn Fugen über einen längeren Zeitraum hinweg nicht gereinigt wurden bzw. die Verschmutzungen besonders stark sind, führt manchmal kein Weg an chemischen Reinigern vorbei.

In diesem Fall ist es extrem wichtig, auf die entsprechenden Angaben der Hersteller zu Dosierung, Regelmäßigkeit der Verwendung und Schutzmaßnahmen (wie zum Beispiel Handschuhe) zu achten.

Wenn mit Hilfe der chemischen Reiniger wieder für eine saubere Basis gesorgt wurde, kann selbstverständlich wieder zur Reinigung mit natürlichen Mitteln gewechselt werden.

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