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Glaswolle entsorgen – wie geht das eigentlich?

Hobbyhandwerker, die beispielsweise gerade dabei sind, Wände niederzureißen oder/ und größere Umbauten vorzunehmen, sehen sich oft mit der Frage „Wie kann ich meine Glaswolle entsorgen?“ konfrontiert. Fest steht: die entsprechenden Reste gehören, unabhängig von deren Menge, nicht in den Hausmüll. Aber wohin dann? Wie kann Glaswolle sicher und ordnungsgemäß entsorgt werden?

Und worum handelt es sich bei Glaswolle eigentlich genau? In diesem Artikel soll darauf eingegangen werden, was das Besondere an Glaswolle ist, wofür sie eingesetzt wird und wie sie problemlos entsorgt werden kann.

Was ist Glaswolle?

Bei Glaswolle handelt es sich um eines der bekanntesten Materialien, wenn es darum geht, ein Haus zu dämmen. Eine Besonderheit ist, dass Glaswolle nicht brennt und dementsprechend dazu in der Lage ist, unter anderem auch hohe Brandschutzanforderungen zu erfüllen.

Doch auch in anderer Hinsicht handelt es sich hierbei um ein Material, das sich als extrem resistent gegenüber äußeren Einflüssen erweist. Dies liegt unter anderem daran, dass die Glaswolle zu einem großen Anteil aus Altglas hergestellt wird.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass es sich bei der Glaswolle sich durch eine überdurchschnittlich harte Struktur auszeichnen würde. Im Gegenteil! Das Material lässt sich in der Regel vollkommen unkompliziert verarbeiten und an die entsprechenden Gegebenheiten vor Ort anpassen.

Glaswolle

Die Vorteile dieses „Allrounders“ liegen damit unter anderem in:

  • der Tatsache, dass das Material nicht brennen kann
  • einer praktischen Wiederverwertbarkeit
  • einem ansprechenden Preis-Leistungsverhältnis
  • einem überzeugenden Schallschutz.

Und: im Laufe der Zeit wurde mit Hinblick auf die Gesamtstruktur der Glaswolle nachgebessert. Die moderne Variante ist daher heutzutage deutlich weniger schädlicher als ihr Vorgänger – komplett ungefährlich ist sie jedoch auch nicht. Daher gilt es, sowohl im Umgang mit Glaswolle als auch in Bezug auf ihre Entsorgung einige Punkte zu beachten.  

Schutzausrüstung ist unerlässlich

Wie muss Glaswolle entsorgt werden?

Um die Frage „Wie muss Glaswolle entsorgt werden?“ korrekt beantworten zu können, ist es im ersten Schritt wichtig, herauszufinden, wann die betreffende Glaswolle überhaupt hergestellt wurde. Wer beispielsweise Glaswolle entsorgen möchte, die vor 1995 produziert und verbaut wurde, muss andere Richtlinien beachten als jemand, der Glaswolle entsorgen möchte, die zu einem deutlich späteren Zeitpunkt hergestellt wurde.

Grundsätzlich gilt, dass Glaswolle als „gefährlicher Abfall“ eingestuft wird. Doch was bedeutet dies eigentlich? Eigentlich – und grob zusammengefasst – nicht mehr, als dass es sich hierbei um ein Material handelt, das in die Kategorie „Sondermüll“ fällt und dass ein Kontakt mit dem Material vermieden werden sollte. Daher ist es besonders wichtig, beim Hantieren mit Glaswolle unbedingt Schutzkleidung in Form von Schutzanzug, Handschuhen, Schutzbrille usw. zu tragen.

Danach kann es auch schon losgehen! Die Glaswolle muss in einer luftdichten Verpackung zur Entsorgungsstelle transportiert werden. Hier gibt es besondere Säcke, die exakt auf diesen Einsatzbereich abgestimmt wurden.

Aufgrund unterschiedlicher Details fallen mit Hinblick auf die Entsorgung unter anderem:

  • Müllverbrennung
  • Recycling
  • Wertstoffhof

flach. Die richtige Anlaufstelle ist hier eine Deponie, die über eine entsprechende Erlaubnis verfügt. Im Zweifel hilft es, die nächstgelegene Entsorgungsmöglichkeit über das Internet zu recherchieren. (Achtung! Glaswolle darf nicht zusammen mit anderen Abfällen entsorgt werden!)

Tipp: Wer als privater Hobbyhandwerker nur eine kleine Menge an Glaswolle abzugeben hat, kann sich hiermit in der Regel am eine Schadstoffsammelstelle in der Nähe wenden. Die Entsorgung größerer Mengen muss jedoch über eine Entsorgungsfirma mit einer entsprechenden Zulassung realisiert werden. Manchmal lohnt es sich in diesem Zusammenhang auch, zunächst die anfallende Glaswolle zu sammeln, um sie dann in einer größeren Menge und „in einem Wisch“ entsorgen zu lassen.

Wenn die Entsorgungsfirma auf sich warten lässt… wohin mit der Glaswolle?

Einige Hobbyhandwerker kennen sicherlich das Problem! Die Baustelle wurde von allen Glaswolleresten befreit, das Entsorgungsunternehmen lässt jedoch auf sich warten. Gerade deshalb, weil es sich bei der Glaswolle eben nicht um eine Art von gewöhnlichem Abfall handelt, ist hier Vorsicht geboten.

Doch was sollte in Bezug auf die Zwischenlagerung eigentlich beachtet werden?

Wie bereits erwähnt, ist es besonders wichtig, die Glaswolle getrennt von anderen Abfällen zu lagern. Zudem gilt es zu beachten, dass:

  • die Lagerung am besten drinnen erfolgen sollte
  • die Glaswolle immer trocken aufbewahrt werden sollte
  • eine ausreichend große Unterlage dafür sorgen kann, dass am Tag der Abholung auch wirklich alle Glaswoll-Reste entfernt werden können.

Wurde die Glaswolle fachmännisch entsorgt, erhält der Hobbyhandwerker hierüber natürlich auch einen Beleg.

Fazit: Keine Angst vor Glaswolle! – dennoch ist Vorsicht geboten!

Grundsätzlich gilt, dass sich Glaswolle mit Hinblick auf ihre Gefährlichkeit im Laufe der Zeit stark gewandelt hat. Dennoch gilt das Material auch heute noch als lungenschädigend und krebserregend. Daher ist es besonders wichtig, den Kontakt mit den Fasern zu vermeiden und Schutzkleidung zu tragen.

Wer jedoch die entsprechenden Vorgaben beachtet und gleichzeitig auf eine sichere, professionelle Entsorgung setzt, nutzt mit der Glaswolle das wohl bekannteste Dämmmaterial überhaupt. Seine zahlreichen positiven Eigenschaften, die sich vor allem in einer langen Haltbarkeit und der Tatsache, dass die Wolle nicht dazu in der Lage ist, zu brennen, zeigen, machen die Glaswolle auch heute noch zu einem absoluten Standard in modernen Gebäuden.

Sollten nach dem Kontakt mit Glaswolle – trotz aller Vorsicht – Symptome, wie zum Beispiel Juckreiz oder Entzündungen auftreten, ist es wichtig, rasch einen Arzt zu konsultieren.

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