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Bodenfliesen verlegen – Teil 2

Nachdem wir im ersten Teil der Bodenfliesen verlegen Serie vor allem darauf eingegangen sind, welche Punkte beim Verlegen des neuen Bodenbelages beachtet werden müssen, möchten wir uns in Part 2 und 3 nun darauf fokussieren, wir die Fliesen Schritt für Schritt an der passenden Stelle fixiert werden können.

Die gute Nachricht: auch wenn es sich beim Fliesen Verlegen nicht um eine klassische Tätigkeit für Handwerker Anfänger handelt, handelt es sich hierbei definitiv um kein Hexenwerk. Im Gegenteil! Mit ein wenig Planung und Feingefühl lassen sich tolle Ergebnisse erzielen.

Schritt Nr. 1: der passende Untergrund

Besonders wichtig: Fliesen können nicht „einfach so“ verlegt werden! Vielmehr ist es wichtig, den betreffenden Untergrund auch richtig vorzubereiten. Das bedeutet, dass das betreffende Areal zunächst gereinigt werden muss.

Denn: ansonsten haften die Fliesen schlecht bzw. es kann zu Unebenheiten im Endergebnis kommen. Wer hier bemerkt, dass sich Löcher im Boden befinden, muss diese vor dem Verlegen der Fliesen zunächst mit Ausgleichsmasse bearbeiten und so für eine glatte Fläche sorgen. Wie diese aufgebracht wird und welche Dicke hier erlaubt ist, kann den einzelnen Herstellerangaben entnommen werden. Danach ist es wichtig, dass die Fläche mit der Ausgleichsmasse ausreichend lange trocknet.

Als Grundregel gilt, dass die neuen Fliesen nur auf sauberem, ebenen und trockenen (!) Untergrund optimal haften. Wer jedoch tendenziell eher auf kleine Fliesen setzt, kann hier ein wenig „großzügiger“ in Bezug auf kleine Löcher im Boden arbeiten. Oder anders: je größer die Fliesen, umso ebener muss der Boden sein, da die betreffenden Unebenheiten ansonsten nicht ausgeglichen werden können.

Sollte auf Untergründen gefliest werden, die besonders stark Feuchtigkeit aufsaugen, ist es wichtig, zwischen Fliesen und Boden noch eine Schicht Grundierung aufzutragen. Ein ähnliches Prinzip gilt für Untergrundarten, die so gut wie nichts aufsaugen. Hier – zum Beispiel im Falle eines Betonbodens –  braucht es eine Haftungsgrundierung, damit die Fliesen fest fixiert werden können.

Schritt Nr. 2: das Verlegen der Fliesen (Parallelverlegung)

Fliesen können sowohl parallel als auch diagonal verlegt werden. Bei der Parallelverlegung handelt es sich um die etwas einfachere Variante. Sollten Sie Ihre Fliesen dennoch diagonal verlegen wollen, lassen Sie unseren Schritt 2 aus und machen Sie direkt mit Schritt Nr. 3 weiter.

Für die Parallelverlegung gehen Sie wie folgt vor:

  • Starten Sie der Einfachheit halber innen und arbeiten Sie sich langsam nach außen vor. Dies bietet Ihnen die Möglichkeit, die zu großen Fliesen am Rand einfach zuzuschneiden.
  • Suchen Sie im ersten Schritt nach der Mitte des Raumes. Hier ist Ihr Startpunkt.
  • Legen Sie die ersten Fliesen aus, ohne diese final zu fixieren und kontrollieren Sie deren Position.
  • Danach können Sie mit dem Verlegen beginnen.
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Schritt Nr. 3: das Verlegen der Fliesen (Diagonalverlegung)

Die Diagonalverlegung kann dabei helfen, einem Raum einen besonders modernen Touch zu verleihen. Aber: gerade im Vergleich zur Parallelverlegung handelt es sich hierbei um die etwas kompliziertere Variante.

Hierbei gehen Sie wie folgt vor:

  • Suchen Sie wieder – wie auch bei der Parallelverlegung – die Mitte des Raumes.
  • Legen Sie die Fliesen wieder vor, ohne sie zu fixieren und orientieren Sie sich hierbei an den Ecken des jeweiligen Zimmers. Sollten Sie einen quadratischen Raum fliesen, ist es nun wichtig, dass die Ecken der Fliese in der Mitte in die Ecken des Zimmers zeigen. 
  • Schließen Sie mehrere Fliesen an und checken Sie, die Gesamtwirkung der diagonalen Variante. Wenn Sie zufrieden sind, können Sie mit dem Verkleben starten.

Tipp: Ob Sie sich für die Diagonal- oder die Parallelverlegung entscheiden, ist letztendlich eine Frage des handwerklichen Geschicks, des persönlichen Geschmacks und der Art des Raumes. Generell gilt, dass es sich bei der Parallelverlegung um einen Klassiker handelt, der in Bezug auf so gut wie jede Raumart genutzt werden kann. Bei der Diagonalverlegung handelt es sich um eine etwas extravagantere Lösung, mit deren Hilfe unter anderem auch „Fehler“, wie zum Beispiel leicht-schräge Wände u. ä. überspielt werden können. Sollte der zu fliesende Raum jedoch zu länglich sein, kann sich auch der Effekt der diagonalen Fliesen nicht immer optimal zeigen bzw. kann einen Raum sogar unruhig wirken lassen.

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Schritt Nr. 4: das Auftragen des Klebers

Der Untergrund ist eben, sauber und trocken? Dann ist es nun an der Zeit, sich dem Fliesenkleber zu widmen. Dieser muss angerührt werden. Besonders wichtig ist es dabei, darauf zu achten, dass beim Anrühren keine Klumpen entstehen. (Beachten Sie in diesem Zusammenhang bitte auch die Angaben des jeweiligen Herstellers.)

Nun kann der Kleber gleichmäßig (!) aufgetragen werden. Doch Vorsicht! Je nach Kleber kann es sein, dass die Masse rasch trocknet. Daher ist es immer sinnvoller, in kleinen Schritten vorzugehen und nicht zu viel aufzutragen. Ansonsten kann das komplette Verlegen zu einer hektischen und unsauberen Herausforderung werden.

Im dritten Teil unserer „Bodenfliesen verlegen“ Serie befassen wir uns unter anderem mit dem Verlegen der Fliesen am Rand des Raumes und dem entsprechenden Zuschneiden. Zudem geben wir Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie das Verfugen und Abdichten so unkompliziert wie möglich werden lassen können.

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