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Alte Tapeten entfernen: Diese Möglichkeiten gibt es

Alle drei bis sieben Jahre steht in tapezierten Räumen eine Erneuerung des Wandbelags ins Haus. Am häufigsten müssen Küchen und Bäder erneuert werden. In Wohn- und Schlafräumen reicht es meist, wenn Hausbesitzer alle fünf Jahre die alten Tapeten entfernen und durch neue ersetzen. Tipps, wie es am leichtesten gelingt, gibt es einige. Wichtig ist gute Vorbereitung. Dazu gehört die möglichst rückstandslose Entfernung bestehender Tapeten.

Um diese Maßnahme umzusetzen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Während die einen auf Spülmittel schwören, setzen andere beim Lösen des alten Wandbelags auf Dampfreiniger. Doch wie vielversprechend sind Hausmittel wie diese wirklich und wieso raten Experten trotz dieser Alternativen zum Einsatz von Tapetenlösern?

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TIPP: Vor dem durchfeuchten Löcher in die Tapete drücken mit einer Stachelwalze

Tapetenbahnen abziehen: Lieber mit Spülmittel, Dampfreiniger oder Tapetenablöser?

Wenn Profis Räume tapezieren, sehen die einzelnen Schritte so einfach aus. Laien erzielen oft nicht dasselbe Ergebnis. Dass die neuen Tapetenbahnen bei ihnen Makel haben, liegt oft an schlechter Vorbereitung. In vielen Fällen werden alte Tapeten vor dem Tapezieren beispielsweise nicht gut genug entfernt. Professionelle Maler verwenden zur Vorbereitung der Wände Tapetenlöser, die den Tapetenkleister aufweichen. Anschließend lassen sich die Bahnen von den Wänden abziehen. Statt auf Spezialprodukte wie dieses setzen Laien oft auf die Alternativen, die sie gerade zur Hand haben. Neben Spülmittel kann das beispielsweise ein Dampfreiniger zum Einweichen der alten Bahnen sein.

Im Grunde funktionieren alle Möglichkeiten nach demselben Prinzip: Der Wandbelag wird eingeweicht, damit man ihn nicht mühevoll mit der Spachtel abkratzen muss. Wer näher hinsieht, erkennt jedoch schnell, wieso Profis dennoch Tapetenablöser statt Hausmitteln verwenden.

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So funktionieren Tapetenablöser

Tapetenablöser werden gemäß des Mischverhältnisses auf der Packungsbeilage angerührt und auf den alten Wandbelag aufgetragen. Anschließend müssen sie einige Zeit einwirken. Die Tapetenbahnen lassen sich danach einfach abziehen. Bei der Wahl des richtigen Tapetenlösers kommt es vor allem auf die Art der Wandverkleidung an. Für Raufasertapeten benötigt man andere Sorten als für solche aus Vlies. Die richtige Sorte dringt tief in den Wandbelag ein und weicht den darunterliegenden Kleister auf.

Das gelingt ihnen dank der enthaltenen Tenside. Jene setzen die Oberflächenspannung von Wasser herab und ermöglichen dadurch ein tieferes Eindringen. Davon abgesehen greifen die Substanzen die Kleisterverbindung der Tapete an und wirken dadurch aktiv auf die Bahnen ein. Das jeweilige Verhältnis von Wasser und Tensiden ist bei den Produkten genau darauf abgestimmt, perfekte Ergebnisse zu erzielen.

Wie Spülmittel Tapeten entfernt

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Alte Tapeten wehren sich in Fällen hartnäckig gegen das Ablösen. Weicht man sie nur mit Wasser ein, bleiben oft Reste zurück. Das gilt selbst bei perforierten Tapeten, weil normales Wasser in der Regel zu schnell abläuft oder verdunstet. Dadurch bleibt es nicht lange genug in der Substanz, um effizient aufzuweichen. Ähnlich wie Tapetenlöser enthalten auch Spülmittel Tenside, die das verhindern sollen. Anders als die Profimittel haften einfache Spülmittel allerdings schlechter auf den Tapeten.

Besonders Ablöser aus Gel sind im Hinblick auf die Haftung ungeschlagen. Davon abgesehen schäumen sie weniger und durchdringen dadurch bei einem einzigen Auftrag problemlos mehrere Tapetenschichten. Auch bei wasserundurchlässigen Tapeten aus Vinyl sind Spülmittel dem Profi-Produkt unterlegen. Darüber hinaus beträgt die Einwirkzeit einiger Tapetenlöser lediglich zehn Minuten. Damit Spülmittel akzeptable Ergebnisse erzielen, müssen sie wesentlich länger einwirken.

So entfernen Dampfreiniger alte Tapetenbahnen

Dampfreiniger erhitzen Wasser, bis es verdampft. In den Geräten entsteht unterdessen ein Druck zwischen 2,5 und mehr als 4,0 bar. Dank dieses hohen Drucks schießt der Dampf mit Geschwindigkeiten von mehr als 150 Kilometern pro Stunde aus den Reinigern heraus. Werden Tapetenbahnen damit bedampft, durchdringt man so ihre einzelnen Schichten. Wie lange genau die Bahnen bedampft werden müssen, damit sie sich ablösen lassen, hängt vom Einzelfall ab.

Der Einsatz der Geräte zum Lösen bestimmter Tapeten ist dadurch jedes Mal aufs Neue ein Experiment. Dementsprechend ist das Entfernen per Tapetenablöser besser planbar und dadurch effizienter. Davon abgesehen sind Dampfreiniger dem Profimittel unterlegen, wenn es sich bei den tapezierten Flächen um empfindliche Wände handelt. Rigips reagiert beispielsweise sensibel auf zu viel Wasser und sollte aus diesem Grund nicht zu lange bedampft werden.

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Fazit: Tapetenentferner haben ihre Daseinsberechtigung!

Trotz alternativer Methoden haben professionelle Produkte zum Ablösen von Tapeten ihren Sinn und Zweck. Die Erneuerung der Wandbeläge ist mit ihnen nicht nur einfacher. Die Ergebnisse lassen sich zudem besser kalkulieren und Renovierungen werden dadurch planbarer. Auch auf schwierigen Untergründen lassen sich die Produkte bedenkenlos einsetzen. Wie lange man sie für ideale Ergebnisse auf bestimmtem Untergrund einwirken lassen muss, ist von vornherein klar, während man mit Spülmittel und Dampfreiniger in dieser Hinsicht eher experimentieren muss.

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