fliesenlack

Fliesenlack – neues Flair für Bad und Küche

Viele Hobbyhandwerker lieben es, mit nur wenigen Handgriffen das eigene zu Hause zu verschönern.

Oft braucht es nicht viel Mühe oder ein umfassendes Hintergrundwissen, um hier kleine optische und funktionale „Wunder“ zu vollbringen.

Wer sich im Rahmen seiner Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten für Fliesenlack entscheidet, bewegt sich durchaus in der Kategorie „fortgeschritten“.

Das bedeutet, dass es falsch wäre, einfach drauflos zu streichen. Vielmehr gilt es, einige Punkte zu beachten, damit die Farbe auch lange auf der Oberfläche hält und der Gesamteindruck überzeugen kann.

Weiterhin wird Fliesenlack in unterschiedlichen Varianten angeboten. Umso wichtiger ist es, sich im Vorfeld über die jeweiligen Eigenschaften der unterschiedlichen Produkte zu informieren, damit am Ende auch hohe Erwartungen erfüllt werden.

Schritt Nr. 1: Genehmigung einholen!

Haus- oder Wohnungseigentümer müssen sich mit diesem Problem nicht auseinandersetzen, Mieter sollten jedoch unbedingt den Vermieter von dem Vorhaben unterrichten, mit Fliesenlack zu arbeiten (und sicherheitshalber natürlich die entsprechende Antwort abwarten).

Das Lackieren der Fliesen stellt eine dauerhafte Umgestaltung der Mieträume dar und bedarf einer ausdrücklichen Genehmigung.

Wer ohne „Vermieter OK“ lackiert, muss damit rechnen, dass ein Teil der Kaution einbehalten wird, um den Ursprungszustand wiederherzustellen.

Im schlimmsten Fall kann der Vermieter auch verlangen, dass der Mieter selbst dafür sorgen muss, dass der Fliesenlack vor dem Auszug entfernt wird. Daher ist es in jedem Fall ratsam (und günstiger), sich im Vorfeld zu vergewissern, dass besagte „Umgestaltung der Mieträume“ vom Eigentümer mitgetragen wird.

Fliesen streichen

Welcher Fliesenlack passt am besten?

Bevor die Arbeit so richtig starten kann, ist es zunächst wichtig, sich für den richtigen Fliesenlack zu entscheiden. Gewöhnlicher Lack ist hier fehl am Platz. Die Wahl sollte immer auf einen speziellen Fliesenlack fallen, da ansonsten die Farboberfläche sehr schnell bröckeln würde. Nur die Produkte, die exakt auf die glatte Oberfläche von Fliesen abgestimmt wurden, sind dazu in der Lage, sich dauerhaft und robust auf den Fliesen zu halten. (Achtung! Im Zusammenhang mit manchen Lackarten sollten die Fliesen vorher mit einem Schleifvlies aufgeraut werden, um eine noch längere Haltbarkeit zu garantieren.)

Zudem muss mit Hinblick auf Fliesenlack zwischen Zweikomponentenlacken und die Einkomponentenlacken unterschieden werden.

Mit beiden Produkten sind sowohl Vor- als auch Nachteile verbunden. So muss der Zweikomponentenlack vor Ort angemischt werden, während der Einkomponentenlack schon fertig daherkommt. Zudem trocknet der Einkomponentenlack schneller. Jedoch ist er wiederrum lange nicht so deckkräftig wie die Zweikomponentenvariante, in deren Zusammenhang letztendlich auch die größere Farbauswahl überzeugt.

Tipps zur Vorbereitung

Fliesen gründlich reinigen

Ehe lackiert wird, ist es wichtig, verschiedene Vorbereitungen zu treffen. Das bedeutet:

  1. Raum so ausräumen, dass alle wichtigen Bereiche problemlos erreicht werden können. Wer hier auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte das komplette Zimmer leeren.
  2. Steckdosen und andere „Hindernisse“ entfernen bzw. abkleben
  3. Fliesen gründlich reinigen, damit kein Staub und kein Fett mehr vorhanden sind
  4. (falls nötig) Fugen ausbessern (Dieser Schritt ist wichtig, da besagte Fugen mitlackiert werden.)
  5. Stellen, die im Zuge der Fugenarbeiten verschmutzt wurden, noch einmal reinigen und alles trocknen lassen.

Nun kann es auch schon losgehen!

Fliesen lackieren  – so geht’s!

Nachdem die Genehmigung eingeholt, der Fliesenlack ausgesucht und der Raum entsprechend vorbereitet wurde, kann es auch schon losgehen. Es gilt jedoch, im Hinterkopf zu behalten, dass die lackierten Räumlichkeiten bzw. Bereiche in der Zeit zwischen Grundierung und Endlackierung geschont werden müssen. Daher ist es wichtig, den Zeitpunkt des Fliesenlackierens mit Bedacht auszuwählen. (Achtung! Auch Spritzwasser kann dafür sorgen, dass das Endergebnis nicht so hochwertig in Erscheinung tritt, wie es eigentlich möglich wäre!)

Im ersten Schritt ist es wichtig, die Grundierung zügig und mit einer Schaumstoffrolle auf die gesamte Fläche zu verteilen. Danach braucht es ein wenig Geduld. Denn: bis besagte Grundierung getrocknet ist, dauert es in der Regel circa 24 Stunden.

Danach kann die erste Lackschicht (bitte ebenfalls möglichst zügig) aufgetragen werden. Wie auch im Zusammenhang mit anderen Lackarten ist es beim Fliesenlack ebenfalls wichtig, auf eine dünne und gleichmäßige Verteilung zu achten. Nach einer Trocknungszeit von circa 12 Stunden wird dann die zweite Lackschicht aufgetragen. Nun braucht es sogar drei Tage bis alles vollständig getrocknet ist. Wie bereits erwähnt, darf das entsprechende Areal in dieser Zeit nicht benutzt werden. Wer hier Kompromisse eingeht, riskiert, dass der Lack beschädigt wird.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass sich der Lack, nachdem er ordnungsgemäß getrocknet ist, durch eine robuste und langlebige Oberfläche auszeichnet.

Zusatztipp: Wer Fliesen mit Mustern bzw. Unebenheiten lackiert, sollte bedenken, dass das jeweilige Design – je nach Lichteinfall und Farbe – noch sichtbar bleiben kann. Hier macht es Sinn, sich ein Konzept zu überlegen und die entsprechenden Details als zusätzliche optische Highlights zu nutzen.

Fliesenlack auftragen

Das Fliesenlackieren und seine Nacharbeiten

Nachdem der Lack getrocknet ist kann der Rest des Raumes wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurück versetzt werden. Ein eventuell abmontiertes Waschbecken und andere „Accessoires“ können montiert und auch die Steckdosen dürfen wieder angebracht werden.  

Wer die bereits erwähnten Trocknungszeiten beachtet und sich für hochwertigen Fliesenlack entschieden hat, profitiert nun von einer belastungsfähigen und optisch ansprechenden Oberfläche!

Achtung! Fliesenlack eignet sich nicht für den Boden!

Fliesenlack, so überzeugend seine Qualität auch sein mag, eignet sich nicht zum Lackieren von Bodenfliesen.

Denn: Bodenfliesen sind ständig Belastungen unterschiedlichster Art ausgesetzt und das regelmäßige Betreten und Reinigen würde nur dazu führen, dass der Lack schnell abblättert. Daher gilt: wer Bodenfliesen tatsächlich mit Fliesenlack versehen möchte, sollte dies lediglich in wenig genutzten Räumlichkeiten tun. (Ein entsprechender Hinweis befindet sich übrigens auch so gut wie immer auf der Verpackung der Fliesen. Hier sind oft Zusätze wie „für Wandfliesen“ oder „für senkrechte Fliesen“ vermerkt.)

Fliesen zu lackieren gehört nicht zu den einfachsten handwerklichen Tätigkeiten, ist jedoch auch kein „Hexenwerk“.

Wer Tipps wie:

  1. „Ausreichend Zeit einplanen.“
  2. „Sauber UND zügig arbeiten.“
  3. „Farben und Inneneinrichtung aufeinander abstimmen.“
  4. „Auf die richtigen Produkte setzen und Fliesenlack nicht für den Boden nutzen.“

beachtet, schafft es oft, auch aus einem einfachen Badezimmer ein optisches Highlight zu machen.

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