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Altbausanierung: Welche Kosten fallen an?

Für eine Altbausanierung braucht man viel Zeit und handwerkliches Geschick. Doch am Ende wird sich der Aufwand lohnen. Für die Umgestaltung eines Altbaus in ein modernes Wohnhaus braucht man die richtigen Materialien, das richtige Werkzeug und vor allem eine genaue Übersicht über die anfallenden Kosten. Es ist wichtig, dass sich Bauherren und Eigentümer genau überlegen, welche Bereiche beim Altbau saniert werden sollen, z. B. Dachsanierung, Fassaden-Arbeiten, Elektro- und Wasser-Installation oder die Heizung. Eine genaue Kalkulation der Kostenpunkte ist jedoch sinnvoll, um einen genauen Überblick zu bekommen. Jede Altbausanierung ist einzigartig.

Es gibt Fassaden-Reinigungen, bei denen nur die äußere Fassade eines Gebäudes neu verputzt werden. Bei einer Kernsanierung bleiben im Grunde genommen nur die äußeren Mauern stehen. Das Interieur, die Elektro- und Wasser-Installation und das Heizungssystem werden erneuert. Eigentümer sollten eine Art Bestandsanalyse vor Ort durchführen, um die Bereiche und Gewerke zu identifizieren, die saniert werden müssen. Im Folgenden werden verschiedene Kosten näher beschrieben, die bei einer Altbausanierung anfallen können.

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Welche Kosten fallen bei einer Altbausanierung an und was gibt es für Bauherren zu beachten?

Jede Altbausanierung wird in der Regel in verschiedene Abschnitte und Bereiche unterteilt, für die unterschiedliche Maßnahmen anfallen. Ein großer Bestandteil einer Altbausanierung ist die sogenannte energetische Bausanierung. Der energetische und technische Bereich ist am wichtigsten für ein Gebäude, damit der Wohnkomfort im Inneren erhalten bleibt. Mit einer energetischen Sanierung kann jedoch auch das Erscheinungsbild von außen angepasst werden.

Neben der energetischen Sanierung gibt es noch die optische Sanierung. Hierbei handelt es sich z. B. um Sanierungsarbeiten an der Fassade. Bauherren sollten immer den technischen Fortschritt und Entwicklungen beachten. In manchen Fällen ist es sinnvoll, das Haus durch Sanierungsarbeiten an moderne Standards anzupassen.


Viele Eigentümer und Bauherren scheuen sich vor einer energetischen Altbausanierung, um den alten Charakter des Hauses nicht zu zerstören. Man sollte jedoch beachten, dass technische Geräte im Inneren des Gebäudes verbaut werden und auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Für Altbausanierungen lohnt sich eine technische Sanierung, da sich die Kosten bereits nach fünf Jahren schon amortisieren können. Optische Sanierungsarbeiten rechnen sich in den meisten Fällen eher selten. Einen tabellarischen Überblick über die Kosten gibt es hier: https://plan7architekt.com/i/altbausanierung-welche-kosten-fallen-an-uebersicht-in-tabellen-listen/

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Energetische und technische Altbausanierung

Für eine energetische Altbausanierung gibt es unterschiedliche Maßnahmen, die Bauherren ergreifen können. In vielen Fällen ist es sinnvoll, dass mehrere Bereiche saniert werden. Im Folgenden werden verschiedene Maßnahmen und Kosten beschrieben, die bei einer energetischen Altbausanierung anfallen:

  • Dach-Sanierung:
    Bei einer Altbausanierung am Dach kann eine neue Dämmung installiert werden. Bauherren können sich für eine Aufsparren-Dämmung entscheiden, die enorm effizient ist. Allerdings sind mit dieser Dämm-Variante hohe Kosten verbunden. Eine günstigere Option sind Dämm-Platten unter dem Dach. In der Regel werden die Platten zwischen Dachsparren montiert. Eine Aufsparren-Dämmung kostet ca. 150 Euro pro m² für ein Einfamilienhaus mit ca. 140 bis 180 m² Wohnfläche. Eine Kosten für eine Zwischensparren-Dämmung liegt bei ca. 50 Euro pro m².
  • Geschossdeckendämmung:
    Falls im Obergeschoss eines Gebäudes niemand wohnt oder es sich um keinen Wohnraum handelt, ist es sinnvoll, die oberste Etage mit Platten zu dämmen. Die Kosten für eine Geschossdeckendämmung liegen bei ca. 40 Euro pro m².
  • Fassaden-Dämmung:
    Über eine Fassade, die gar nicht oder nur schlecht gedämmt ist, kann ein Gebäude enorm viel Wärme verlieren. Aus diesem Grund ist eine Fassadendämmung so wichtig für Altbauten. Viele Eigentümer zählen die Fassadendämmung zu den wichtigsten Sanierungsarbeiten. Bauherren sollten die Mauerwerke inspizieren. Es kann eine Einblasdämmung installiert werden, wenn die Mauerwerke zweischalig sind. Ansonsten bietet sich ein Wärmeverbundsystem an, um den Wärmeverlust zu reduzieren. Eine Einblasdämmung liegt bei ca. 20 bis 30 Euro pro m². Ein Wärmeverbundsystem kostet zwischen 80 und 140 Euro pro m².
  • Keller dämmen:
    Bei den meisten Altbausanierungen wird auch der Keller, bzw. die Kellerdecke gedämmt. Durch eine Dämmung der Kellerdecke wird das Gebäude vor der Kälte aus dem Erdreich geschützt. Eine Dämmung der Kellerdecke kostet in der Regel ca. 15 bis 20 Euro pro m².
  • Fenster erneuern:
    Die meisten Altbauten haben Fenster mit einer einfachen Zweifachverglasung. Der Wärmeverlust dieser Fenster ist enorm groß. Moderne Fenster haben eine Dreifachverglasung, wodurch sich Hausbesitzer und Bauherren viele Heizkosten sparen können. Die Fenster sollten bei einer Altbausanierung also immer ausgetauscht werden. Auf Dauer wird es sich für Bauherren lohnen. Die Fenster sollten allerdings nur ausgetauscht werden, wenn die Fassade ebenfalls erneuert wird. Ansonsten kann es im Inneren des Hauses zu Schimmel kommen. Ein neues Fenster kostet in der Regel ca. 500 Euro.
  • Erneuerung des Heizungssystems:
    Alte Heizungssysteme arbeiten in der Regel nicht so effizient wie neue Heizungen. Wenn Bauherren auf Pellets oder Gas umsteigen, können sie erhebliche Heizkosten einsparen. Eine neue Heizung kosten zwischen 6.000 und 12.000 Euro.
Fassadensanierung

Optische Altbausanierung

Zu einer optischen Altbausanierung gehören alle äußerlichen Sanierungsarbeiten. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie Bauherren ein altes Haus oder Gebäude sanieren können. Sie sollten sich ausführlich am Markt erkundigen. Die Fassade kann unterschiedlich gestaltet werden:

  • Fassadensanierung:
    Wenn Bauherren ein altes Gebäude sanieren, gehört auch häufig die Hausfassade mit dazu. Es gibt unzählige Möglichkeiten, den klassischen Putz durch moderne Verkleidungen oder eine andere innovative Fassaden zu ersetzen. Bauherren können für eine neue Hausfassade mit ca. 60 bis 120 Euro pro m² rechnen.
  • Austausch von Türen und Fenster:
    In Verbindung mit einer neuen Hausfassade können Bauherren auch die Türen und Fenster austauschen. Es ist sinnvoll das Design der neuen Fenster und Türen an die Fassade anzupassen. Der Austausch von Fenster und Türen reduziert auch die Heizkosten. Neue Fenster kosten ca. 500 Euro pro Stück. Eine neue Tür liegt bei ca. 800 bis 1.500 Euro.
  • Neues Dach:
    Je nachdem für welche Art Dachdämmung sich Bauherren entscheiden, kann es sinnvoll sein, das Dach neu einzudecken. Die Dämmung befindet sich immer unterhalb des Daches. Mit einem neuen Dach wird nicht nur die Optik eines Gebäudes aufgewertet, sondern auch die Heizkosten durch die bessere Dämmung gesenkt. Je nach Größe des Hauses liegt der Preis für ein neues Dach bei ca. 15.000 bis 40.000 Euro.

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